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17.10.2013

forsa-Umfrage: Erdgas steht für Deutsche bei Energieversorgung an erster StelleTrotz des Ausbaus erneuerbarer Energien halten die Deutschen Öl und Gas in der Energieversorgung weiterhin für unverzichtbar. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa.

Erneuerbare Energien genießen demnach eine hohe Akzeptanz. Nach der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa halten 65 Prozent der Deutschen grüne Energien für sicher – und 56 Prozent glauben sogar, dass sie preisgünstig sind. „Allerdings gibt es erhebliche Zweifel an deren Effizienz“, sagte forsa-Geschäftsführer Manfred Güllner im Gespräch mit dem Mitarbeiterjournal Wintershall Information. Nur 13 Prozent der Deutschen sind heute noch überzeugt, dass der Energiebedarf künftig allein durch erneuerbare Energien gedeckt werden könne. Nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima waren es immerhin 39 Prozent. Fossile Energien stehen bei der Sicherung der Energieversorgung hingegen weiter an erster Stelle.

So sind 60 Prozent der von forsa befragten Bundesbürger der Ansicht, dass der Energiebedarf hierzulande außer durch erneuerbaren Energien auch mit dem Import von Erdgas gedeckt werden sollte. Für den Import von Öl sprechen sich noch 43 Prozent der Befragten aus, auf heimische Braunkohle setzen 40 Prozent der Bundesbürger. Den Einsatz von Fracking zur Förderung von heimischem Erdgas befürworten 38 Prozent der Deutschen.

Priorität bei der zukünftigen Energieversorgung hat für die Befragten, dass Energie für alle bezahlbar bleibt (74 Prozent). Eine sichere und zuverlässige Versorgung ist für 64 Prozent ebenfalls sehr wichtig. Nur 44 Prozent der Befragten kommt es dagegen noch darauf an, dass die Energie umweltschonend erzeugt wird. Unterdessen leidet die Energiewende in Deutschland an einem Glaubwürdigkeitsproblem. „Für eine große Mehrheit, immerhin fast 70 Prozent, ist die Kehrtwende in der Energiepolitik nicht glaubwürdig“, erklärt Güllner. Und 53 Prozent der Deutschen glauben nicht mehr, dass die Energiewende gelingt.

Auch in der Wirtschaft überwiegen die kritischen Stimmen. Der nach der Fukushima-Katastrophe beschlossene Ausstieg aus der Kernenergie ist für 62 Prozent der deutschen Unternehmer zu schnell und unüberlegt vollzogen worden – und nicht notwendig. Fast 70 Prozent der befragten Unternehmen bezweifeln, dass der Umstieg auf grüne Energien, wie derzeit geplant, gelingen kann. Und: „81 Prozent befürchten auch, dass die Energiekosten stark oder sehr stark steigen werden“, sagt Güllner.

Contact: Michael Sasse