Schwerpunktregionen weltweit

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Wintershall in Russland

Russland zählt zu den rohstoffreichsten Ländern der Erde: Rund ein Drittel aller heute bekannten Erdgasvorräte lagert in Russland. Zudem verfügt das Land über die achtgrößten Ölreserven weltweit. Für die Europäische Union ist Russland der größte Erdgaslieferant, Deutschland deckt rund ein Drittel seines fossilen Energiebedarfs mit Importen aus Russland. Derzeit engagiert sich Wintershall in mehreren Gemeinschaftsprojekten zur Exploration und Produktion von Kohlenwasserstoffen in Westsibirien und Südrussland. Gemeinsam mit unseren russischen Partnern setzen wir dabei auf eine stabile und langfristige Zusammenarbeit. Durch einen steten Austausch von Erfahrungen und Know-how hat sich ein Kooperationsmodell entwickelt, das seit über 25 Jahren Europa mit Energie versorgt.

Achimgaz

AO Achimgaz, ein Joint Venture der Gazprom-Tochter OOO Gazprom dobytcha Urengoi (50 Prozent) und der 100-prozentigen BASF-Tochter Wintershall (50 Prozent) produziert in Nowy Urengoi in Sibirien, etwa 3.500 Kilometer nordöstlich von Moskau, Erdgas und Kondensat aus der anspruchsvollen Achimov-Formation des Urengoi-Feldes (Block IA). Bis heute hat Achimgaz über 40 Bohrungen und Großanlagen zur Verarbeitung von Erdgas und Kondensat in Betrieb genommen. Täglich werden derzeit etwa fünfzehn Millionen Kubikmeter Erdgas gefördert. 

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Projektseite zum Thema.

 

Juschno Russkoje

Das Feld Juschno Russkoje befindet sich rund 3.500 Kilometer nordöstlich von Moskau im Autonomen Kreis der Jamal-Nenzen in Westsibirien. Es verfügt über förderbare Reserven von mehr als 600 Milliarden Kubikmeter Erdgas. Ende 2007 wurde die russische Erdgaslagerstätte offiziell von Gazprom und Wintershall in Betrieb genommen. Wintershall war damit das erste deutsche Unternehmen, das Erdgas direkt in Westsibirien förderte. Das Unternehmen ist durch die Beteiligung am Joint Venture Severneftegazprom mit 35 Prozent am wirtschaftlichen Erfolg des Feldes beteiligt.

2016 200 Milliarden Kubikmeter
Rekordförderung
2015 Weitere Testbohrungen in der
Turon-Formation und Erkundung
der Sandstein-Formationen in
der Unterkreide und im Jura im
Lizenzgebiet Juschno Russkoje
2014 Inbetriebnahme der zweiten
Test-Förderbohrung aus der
Turon-Formation
2011 Aufnahme der Testförderung
aus der Turon-Formation
2011 Ein internationales Bankenkonsortium
gewährt Projektfinanzierung. Beginn der
Gas-Lieferungen über die Nord Stream
nach Deutschland und Europa
2009 Erreichen der Plateau-Förderung, ein
Jahr früher als geplant. Erdgasförderung
beträgt 25 m³/a aus mehr als
140 Bohrungen
2007 Aufnahme der Produktion
Wintershall wird Aktionär
2004-2006 Aufbau der Infrastruktur und
Anlagen zur Förderung aus der
Cenoman-Formation
1990 Start der 2.
Explorationsphase
1969 Entdeckung der Erdgaslagerstätte
Juschno Russkoje

Juschno Russkoje wurde 1969 entdeckt. Die gesamte Konzession erstreckt sich über 722 Quadratkilometer. Das Gas wird aus der Cenoman-Formation gefördert, das sich in einer Tiefe von etwa einem Kilometer befindet. Das Erdgas hat einen sehr hohen Reinheitsgrad und besteht zu 98 Prozent aus Methan. Zum jetzigen Zeitpunkt sind mehr als 140 Produktionsbohrungen in Betrieb. Die gesamte Tagesproduktion beläuft sich saisonabhängig auf ca. 70 Mio. m³ Gas. Seit 2009 produziert das Gemeinschaftsunternehmen Severneftegazprom auf Plateau und fördert insgesamt 25 Milliarden Kubikmetern Gas pro Jahr.

Ein echter Meilenstein war die erste Test-Förderbohrung der Joint-Venture-Gesellschaft Severneftegazprom im Dezember 2011 für die Gewinnung von Erdgas aus der Turon-Formation, die in einer Tiefe von 810-840 m durchgeführt wurde.

Zurzeit sind zwei Turon-Bohrungen im Testbetrieb, aus denen insgesamt bereits 200 Millionen Kubikmeter gefördert wurden. Gleichzeitig werden Perspektiven für die umfassende Förderung aus dieser Formation entwickelt. Daher finden fortlaufend weitere Testbohrungen in der Turon-Formation und Erkundung der Sandstein-Formationen in der Unterkreide und im Jura im Lizenzgebiet Juschno Russkoje statt.

Der Abschluss der Appraisal-Phase für die Turon-Formation wird für das Jahr 2018 erwartet.

Wolgodeminoil

Wolgodeminoil wurde Ende 1992 gegründet und ist das am längsten existierende Joint Venture zwischen einem russischen und einem westeuropäischen Partner zur Förderung von Kohlenwasserstoffen. Wintershall und RITEK, Tochter eines der größten russischen Erdölproduzenten LUKOIL, halten jeweils 50% an dem Unternehmen. Wolgodeminoil ist der südlichste russische Förderpunkt der Wintershall. Dieser befindet sich in der Nähe von Wolgograd, einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt und Industriestandort Russlands. Lukoil und Wintershall operieren heute in drei Lizenzgebieten im Gebiet Wolgograd mit einer Fläche von insgesamt rund 13.600 Quadratkilometern. Um neue Lagerstätten zu finden, werden intensive Untersuchungen betrieben. Wolgodeminoil fördert aus acht Feldern Erdöl und Erdgas. 2014 wurden rund 4,5 Millionen Barrel Öläquivalent gefördert. Weitere Felder werden entwickelt oder für die Entwicklung vorbereitet.

Infrastruktur­projekte

Die Ostseepipeline Nord Stream wurde zwischen April 2010 und Oktober 2012 gebaut und ist seit Anfang Oktober 2012 vollständig in Betrieb. Sie verbindet auf 1.220 km Länge über zwei Parallelröhren die sibirischen Gasreserven direkt mit Deutschland. Beide Stränge verfügen zusammen über eine Transportkapazität von bis zu 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas im Jahr. Wintershall ist an dem Projekt mit 15,5 Prozent beteiligt.

Über die Anbindungsleitungen OPAL (Ostsee-Pipeline-Anbindungs-Leitung) und die NEL (Nordeuropäische Erdgasleitung) wird die Nord Stream mit dem bestehenden europäischen Erdgasleitungssystem verknüpft. Während die 480 Kilometer lange OPAL vom Anlandepunkt der Nord Stream in Lubmin bei Greifswald Richtung Süden bis in die Tschechische Republik verläuft, führt die 440 Kilometer lange Leitungstrasse der NEL von Mecklenburg-Vorpommern nach Niedersachsen. 

Im Spätsommer 2015 haben Gazprom, BASF/Wintershall, E.ON, OMV, Shell sowie ENGIE eine Absichtserklärung zur Umsetzung des „Nord Stream 2“-Pipelineprojekts unterschrieben, um die Erdgasversorgung auf dem europäischen Markt auszubauen.

Das Projekt baut auf den positiven Erfahrungen von Nord Stream bei der Umsetzung von sicheren und zuverlässigen Infrastrukturprojekten auf.

Das Projekt wird aktuell von der Projektgesellschaft Nord Stream 2 AG entwickelt, deren alleiniger Gesellschafter Gazprom ist. Wintershall unterstützt das Projekt und prüft gemeinsam mit Gazprom und weiteren europäischen Partnern Möglichkeiten, sich an der Erweiterung der Nord Stream Pipeline zu beteiligen und den Bau zweier weiterer Offshore-Pipelines umzusetzen. Die Nord Stream 2-Pipeline soll ab 2019 weitere 55 Milliarden Kubikmeter Transportkapazität bereitstellen.

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