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Operational Excellence Besser, effizienter, wirtschaftlicher

Operational Excellence: Ein Bereich, in dem wir schon heute ausgezeichnete Arbeit leisten und uns durchaus mit den Besten unserer Branche messen können. Zum Beispiel mit unserer Entscheidung, Erdölbegleitgas als Energiequelle sinnvoll zu nutzen – etwa für die Erzeugung von Strom und Wärme – und es im Regelbetrieb nicht einfach abzufackeln. Operational Excellence ist ein wesentliches Ziel in der Strategie von Wintershall. Egal, was wir tun: Wir kombinieren Effizienz und Wirtschaftlichkeit.

Dafür arbeiten bei Wintershall alle Standorte eng zusammen – und das über Ländergrenzen und Zeitzonen hinweg. Die Bandbreite unserer Leistungsfähigkeit zeigen die folgenden Beispiele.

 

No Flaring Wintershall fackelt Erdölbegleitgas nicht mehr ab

Flaring – so wird das Abfackeln von Erdölbegleitgas genannt – vernichtet weltweit Energieressourcen und erhöht den Ausstoß von Treibhausgasen. Aus diesem Grund ist Wintershall seit November 2015 Mitglied der von der Weltbank und UN Generalsekretär Ban Ki Moon ins Leben gerufenen Initiative „Zero Routine Flaring by 2030“. Ihr Ziel ist es, das Abfackeln von Erdölbegleitgas bis 2030 weltweit zu stoppen. Mit dem Beitritt will Wintershall auch andere Unternehmen dazu ermutigen sich der Weltbank-Initiative anzuschließen, um gemeinsam ein Zeichen gegen den Klimawandel zu setzen. Bereits seit 2012 hat unser Unternehmen das Flaring im regulären Betrieb eingestellt und vermeidet so jedes Jahr rund zwei Millionen Tonnen CO2-Emissionen.

Mit dem anfallenden Begleitgas erzeugt Wintershall stattdessen Strom, Wärme und Dampf. Flaring kommt nur noch in Ausnahmefällen zum Einsatz, etwa beim Testen einer Bohrung oder im Zuge von Wartungs- und Reparaturarbeiten an Bohrungen und Anlagen. Diese konsequente Umsetzung einer freiwilligen Selbstverpflichtung ist in der E&P-Industrie eine Ausnahme.

Intelligente Nutzung von Erdölbegleitgas

2 MillionenT CO2 jährlich

 

35 Mal von der Erde zum Mond

2.000.000 Tonnen CO2 werden jährlich eingespart - das entspricht 35 Mal der Strecke von der Erde zum Mond mit einem durchschnittlichen CO2 emittierenden Auto.*

* Quelle: International Council on Clean Transportation

Wir recyceln ausgediente Offshore-Plattformen

Durch die Wiederverwendung der Plattformen von ausgeförderten Erdöl- oder Erdgasfeldern stellt Wintershall seine Nachhaltigkeit entlang der gesamten Produktionskette unter Beweis. Dabei werden ausgediente Module erneut zur Förderung von Gas und Öl eingesetzt. In der Nordsee hat Wintershall zum Beispiel eine Multi Purpose Platform (MPP) von Feld P6-S nach Feld Q1-D bringen lassen. Zuvor mussten die Aufbauten der Plattform demontiert und technische Einrichtungen für die Nutzung am neuen Standort vorbereitet werden. „Die Erdgasproduktion in kleinen Gasfeldern ist relativ teuer, und durch die Weiternutzung der Plattform sparen wir uns den Bau einer neuen. Aus dem Feld Q1-D können wir so zu recht günstigen Kosten fördern“, sagt Peter Valkenier, Leiter Facility Engineering bei Wintershall Noordzee.

Transport zur neuen Wirkungsstätte mit den Beinen nach oben: Diese Multi-Purpose-Plattform wurde von Wintershall in der niederländischen Nordsee erst im Feld P6-S verwendet und dann im Feld Q1-D.
Die Plattform in ihrer endgültigen Position in Q1-D.

Wir sparen Kosten mit Mini-Plattformen

Wintershall setzt eine neue Generation von Plattformen zur Gasproduktion ein. Im Juni 2014 hat Wintershall erstmals eine „Minimum Facility“-Plattform in der niederländischen Nordsee errichtet, die aus höchstens zwei Produktionsbohrungen Erdgas fördern kann. Mit einem Gewicht von nur rund 1.200 Tonnen wiegt die L6-B weniger als ein Drittel der nahegelegenen Plattform L8-P4 und kostet in der Herstellung weniger als die Hälfte. Aufgrund ihrer geringen Größe eignen sich solche Miniplattformen vor allem für flache Gewässer und machen die Erdgasproduktion auch aus sehr kleinen Feldern wirtschaftlich.

Wir produzieren wirtschaftlich aus alten Feldern

Ein weiteres Beispiel für Operational Excellence ist die Förderung aus maturen Feldern, also solchen, aus denen schon lange produziert wird. Dort nutzen wir Verfahren, mit denen auch diese Lagerstätten weiterhin wirtschaftlich betrieben werden können. Das gelingt Wintershall unter anderem im pfälzischen Landau. Dort befindet sich das größte Erdölfeld im Oberrheingraben. Seit 1955 haben wir hier rund 4,5 Millionen Tonnen Rohöl aus Tiefen von bis zu 1.800 Metern gefördert. Von 200 Bohrungen aus den vergangenen Jahrzehnten sind noch rund 65 in Produktion.

Wintershall setzt auch in Landau modernste Technologien ein, um die Lagerstätte möglichst effizient auszuschöpfen. „Im Feld ist trotz der langen Förderdauer immer noch Öl vorhanden, das wir jetzt, mit den heutigen technischen Möglichkeiten, wirtschaftlich fördern können“, erklärt Andreas Scheck, Leiter Wintershall Deutschland. Dazu gehört zum Beispiel, bestehende Bohrungen abzulenken, also Nebenstränge zu bisherigen Bohrungen anzulegen. So wurde beispielsweise im Jahr 2011 die erste fündige Bohrung „Landau 2“ abgelenkt. Aus der bestehenden Bohrung heraus wurde ein Seitenarm gebohrt, um weiteres Erdölpotenzial zu erschließen. Das spart Platz, Zeit und Kosten. Auch die verbesserte Abtrennung und Reinigung von mitgefördertem Erdölbegleitgas und Lagerstättenwasser tragen dazu bei, die Effizienz zu steigern. Auf diese Weise kann so viel wie möglich von dem kostbaren Rohstoff gewonnen und in die Raffinerie gebracht werden.

In diesen Tanks wird das geförderte Erdöl aufbereitet.
Arbeiten an einer Bohrung: Ein Wintershall-Mitarbeiter bedient die Winde.
Seit 1955 fördert Wintershall Erdöl im pfälzischen Landau.

Zahlen und Fakten