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Auf der Suche nach Öl und Gas Geologische Studien sind Grundlage jeder Erkundung

Steine klopfen, lange Fußmärsche und zwischen steilen Felsen klettern – wenn unsere Geologen Gesteinsformationen in allen Teilen der Welt untersuchen, umgibt sie ein Hauch von jener Freiheit und Goldgräberstimmung, wie sie im Texas zur Mitte des 19. Jahrhunderts die Menschen begeisterten: Zu dieser Zeit begann die Förderung von Erdöl.

Erdöl und Erdgas lagern in den Poren tiefer Gesteinsschichten, in denen sie wie in einem Schwamm gespeichert sind. Es ist also ein Mythos, dass sich die Energielieferanten in unterirdischen Ölseen oder Gasblasen befinden, die nur angebohrt werden müssten. Die meisten Vorkommen verbergen sich unsichtbar unter der Erdoberfläche in Tiefen zwischen 500 und 5.000 Metern. Aufspüren lassen sie sich nur von erfahrenen Geologen, die möglichst viel über den Untergrund erfahren müssen.

Wie die Suche nach dem „schwarzen Gold“ zu Beginn der Förderung von Erdöl, so ist die Entdeckung von Öl und Gas auch heute noch eine knifflige Aufgabe. Während früher nur vermutet werden konnte, wo sich Kohlenwasserstoffvorkommen befinden könnten, stehen den Geologen heute langjähriges Know-How und modernste Technik zur Verfügung. Genauso wie damals sind aber immer noch Forschergeist und Intuition gefragt.

 

An der Erdoberfläche finden sich ganz ähnliche Gesteinsschichten, wie sie auch in Der Tiefe vorkommen. Im Feld erfahren wir Geologen somit sehr viele Details über den Untergrund in einer Region. Dabei gewinnen wir neue Erkenntnisse und machen immer wieder spannende Entdeckungen – das kann Abenteuer pur sein!

Klaus Fischer
Senior Geophysical Advisor

In die Vergangenheit schauen, um in die Zukunft zu blicken Eine umfassende Datenanalyse

Lange bevor Wintershall mit eigenen Untersuchungen vor Ort beginnt, durchforsten unsere Experten bereits vorhandene Daten über eine Region: Bibliotheken und Datenbanken, Satellitenbilder, alte Archive und Karten. Diese Unterlagen helfen dabei, Rückschlüsse auf den dortigen Untergrund zu ziehen. Vor allem das sogenannte Remote Sensing – die Fernerkundung anhand der Satellitenbilder – ist besonders wichtig. Dabei müssen die Experten von Wintershall nicht vor Ort sein, um eine Region zu erkunden: Beispielsweise können sie auf den Bildern sehr gut geologische Strukturen ausfindig machen, unter deren Wölbung Öl und Gas unter einer undurchlässigen Gesteinsschicht gespeichert sein können.

Mit der heutigen Technik lässt sich jedoch viel mehr machen als bloße Aufnahmen der Erdoberfläche. Satelliten können auch von der Erde reflektierte Strahlung wie das Sonnenlicht oder Infrarotstrahlen messen. Bei der anschließenden Auswertung der Daten erfahren die Forscher mehr über die Gesteinsarten am Boden und über mögliche Lagerstätten – auch das ist ein Teil des Remote Sensing.

 
Kohlenwasser­stoffe

Kohlenwasserstoffe sind chemische Verbindungen, die nur aus Kohlenstoff und Wasserstoff bestehen. Sie kommen vor allem in Erdöl und Erdgas vor.

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Die Suche nach der Kohlenwasser­stoffküche

Bei ihrer geduldigen und intensiven Vorrecherche suchen die Wintershall-Geologen nach Regionen, in denen der Erdboden ganz bestimmte Eigenschaften aufweist.

Um wahrscheinlich Öl und Gas zu enthalten, sollte ein Becken – eine schüsselförmige Formation verschiedener Gesteinsschichten – über eine mindestens 2.500 Meter dicke Sedimentschicht verfügt haben. Bei einer solchen Tiefe und Dicke sind der Druck und die Temperatur genau richtig für die Bildung von Öl und Gas.

Geologen sprechen daher auch von einer Kohlenwasserstoffküche. Von dort wandern die beiden Rohstoffe dann solange in Richtung Erdoberfläche, bis sie zu einer undurchlässigen Gesteinsschicht gelangen. Hier sammeln sie sich und bilden eine Lagerstätte. Daher sind für die Geologen auch alle Gesteinsarten interessant, die besonders porös sind und damit Öl und Gas gut speichern können.

Vor Ort im Feld

Fällt die erste Analyse positiv aus, startet Wintershall eigene Untersuchungen. Die Geologen erforschen die Gesteinsformationen vor Ort. Eine solche Feldexpedition dauert oft mehrere Wochen: Viele Stunden täglich sind unsere Entdecker in unwegsamem Gelände unterwegs, meistern steile und anstrengende Aufstiege und entnehmen kiloweise Gesteinsproben. 

Wie genau die Schichten im Boden übereinander gelagert sind, können die Wintershall-Geologen an Stellen herausfinden, an denen die Gesteinsschichten an der Oberfläche zu erkennen sind. So können sie Rückschlüsse auf mögliche Lagerstätten ziehen und finden heraus, ob Gesteinsschichten vorhanden sind, die als Deckschicht die Rohstoffe daran hindern, aus der Lagerstätte auszutreten.

So müssen wir nicht erst mit grossem Aufwand - beispielsweise durch Bohrungen - Gesteinsproben sammeln, um sie untersuchen zu können. 

Klaus Fischer
Senior Geophysical Advisor

Um ein möglichst vollständiges Modell des Erdbodens zu erstellen, werden die bisherigen Daten mit den neugewonnenen Erkenntnissen kombiniert. Sind die Ergebnisse vielversprechend, folgen die ersten Messungen.

 
Der "Lebenszyklus" EINES ÖL- UND GASFELDES

Die Lebensdauer von Erdöl- und Erdgasfeldern gliedert sich in unterschiedliche Phasen von der Entdeckung bis zum Rückbau.

Wertschöpfungskette / Exploration