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Achimgaz Partnerschaft mit Weitblick

Achimgaz – das ist ein Gemeinschaftsprojekt zwischen Russen und Deutschen. Im sibirischen Nowy Urengoi, an einem der entlegensten Orte, den man sich vorstellen kann, fördert Wintershall gemeinsam mit Gazprom Erdgas und Kondensat. Und das unter extremen klimatischen und geologischen Herausforderungen.


AO Achimgaz wurde 2003 als 50:50-Joint Venture von Gazprom und Wintershall gegründet. Die Unternehmen produzieren Kohlenwasserstoffe aus dem Achimov-Horizont des Blocks IA der sibirischen Urengoi-Lagerstätte. Das Feld befindet sich etwa 3.500 Kilometer nordöstlich von Moskau.


Nowy Urengoi Stadt am Polarkreis

Die Stadt Nowy Urengoi liegt 35 Kilometer vom Polarkreis entfernt, in der sechstgrößten Region Russlands, dem Autonomen Kreis der Jamal-Nenzen. Der Kreis ist doppelt so groß wie Deutschland, doch dort leben nur 500.000 Menschen. Nowy Urengoi selbst hat ungefähr 100.000 Einwohner. Neben der Anbindung über Flughafen und Bahn verbindet heute auch eine Straße die Stadt mit dem Umland. Doch die Fahrt mit dem Pkw ist wegen der großen Entfernung zu anderen wirtschaftlichen Zentren und wegen der strengen Witterungsbedingungen eine Herausforderung. Deswegen bietet die Stadt ihren Bewohnern sämtliche Einrichtungen des täglichen Lebens vor Ort.

Als inoffizielle Hauptstadt der russischen Gasproduktion profitiert Nowy Urgenoi davon auch finanziell. Die vergleichsweise hohen Löhne der Gasarbeiter und die Steuereinnahmen sorgen hier für Wohlstand.

Fläche

357.121 m²
Fläche Deutschland

17.075.400 m²
Fläche Russland

Rund 100.000 Menschen leben derzeit in Nowy Urengoi, die meisten von ihnen sind jung. In der Stadt gibt es über 2.000 Organisationen und Betriebe. Einnahmen aus dem Gasgeschäft erlauben es der Stadtverwaltung, große Investitionen in Bildung, Kultur und Sport zu tätigen.

Bevölkerung

81.858.000
Deutschland

142.905.200
Russland

Wirtschaftliche Basis von Nowy Urengoi ist die Industrie. Dabei zählen die Gazprom-Tochtergesellschaften: Gazprom dobycha Urengoi und Gazprom dobycha Jamburg, die gemeinsam 74% des gesamten russischen Erdgases fördern, zu den Hauptarbeitgebern. Das von GP dobycha Urengoi und GP dodycha Jamburg geförderte Gas fließt durch Pipelines in das russische Versorgungsnetz und von dort aus weiter nach Ost- und West-Europa.

Kennzahlen des Projekts

  • Projektlaufzeit: 40 Jahre
  • Gesamtfördervolumen: bis zu 200 Milliarden Kubikmeter Erdgas und 40 Millionen Tonnen Kondensat.
  • Gesamtinvestition: über zwei Milliarden Euro.
2003 Gründung des Joint Ventures Achimgaz
von Wintershall und Gazprom
15 Mio. Kubikmeter Erdgasförderung täglich
mit derzeit 40 Bohrungen
200 Mrd. Kubikmeter Gas werden in den
nächsten 30 Jahren gefördert
40 Mio. Tonnen Kondensat werden in den
nächsten 30 Jahren gefördert

Achimgaz Bohren unter Hochdruck

Das Projekt Achimgaz ist extrem herausfordernd. Die gasführende Achimov-Formation liegt in etwa 4.000 Meter Tiefe. Das bedeutet: sehr dichtes Gestein, in dem starker Druck und hohe Temperaturen herrschen. Die Infografik zeigt, wie und wann der Block 1A erschlossen wird.

Die Achimgaz-Produktion im Block 1A
Pilotphase

Aus den sechs Pilotbohrungen wurden täglich rund 3,2 Millionen Kubikmeter Erdgas und 1.400 Tonnen Kondensat gefördert.

Neustart

In der Startphase der vollen Feldesentwicklung wurden 20 Bohrungen realisiert. 19 Bohrungen sind in Produktion. Achimgaz arbeitet zunächst mit zwei, später mit vier Bohrtürmen.

Volle Feldesentwicklung

Mit den insgesamt bis zu 113 geplanten Bohrungen soll der Block 1A der Achimov-Formation vollständig erschlossen werden.

Am Bohrturm herrschen außergewöhnliche Bedingungen: auf bis zu minus 40 Grad kann das Thermometer fallen.

Die Förderanlagen sind dabei für Minusgrade von unter 50 Grad ausgelegt und produzieren aktuell 15 Millionen Kubikmeter Erdgas pro Tag.

Neuer Achimgaz-Film

Achimgaz - das ist ein Gemeinschaftsprojekt zwischen Russen und Deutschen. Und das im sibirischen Nowy Urengoi, an einem der entlegensten Orte, den man sich vorstellen kann. Und unter extremen klimatischen und geologischen Herausforderungen.

AO Achimgaz wurde 2003 als 50:50-Joint Venture von Gazprom und Wintershall gegründet. Die Unternehmen produzieren Erdgas und Kondensat aus dem Achimov-Horizont des Blocks IA der sibirischen Urengoi-Lagerstätte. Das Feld liegt etwa 3.500 Kilometer nordöstlich von Moskau.

 

Impressionen von Achimgaz

Investitionen bis 2019

Über einen Zeitraum von mehr als 40 Jahren sollen aus der Konzession insgesamt bis zu 200 Milliarden Kubikmeter Erdgas und 40 Millionen Tonnen Kondensat gefördert werden. Das Joint Venture hat im Jahr 2014 rund 3,4 Milliarden Kubikmeter Gas aus 40 Bohrungen gefördert. In den kommenden Jahren sollen 113 Bohrungen die Produktion auf ein jährliches Niveau von acht Milliarden Kubikmeter steigern.

 
2015 Weitere Testbohrungen in der Turon-Formation
und Erkundung der Sandstein-Formationen in der
Unterkreide und im Jura im Lizenzgebiet Juschno Russkoje
2014 Inbetriebnahme der zweiten
Test-Förderbohrung aus der
Turon-Formation
2011 Aufnahme der Testförderung
aus der Turon-Formation
2011 Ein internationales Bankenkonsortium
gewährt Projektfinanzierung. Beginn der
Gas-Lieferungen über die Nord Stream
nach Deutschland und Europa
2009 Erreichen der Plateau-Förderung,
ein Jahr früher als geplant. Erdgasförderung
beträgt 25 m³/a aus mehr als 140 Bohrungen
2007 Aufnahme der Produktion -
Wintershall in Aktionär
2004-2006 Aufbau der Infrastruktur und Anlagen
zum Abbau der Formation Cenoman
1990 Start der 2. Explorationsphase
1969 Entdeckung der Erdgaslagerstätte
Juschno Russkoje.

Know-how und Kompetenz bündeln

Know-how und Expertise beider Partner ergänzen sich in der schwer erschließbaren Achimov-Formation im Westen Sibiriens ideal. Während Gazprom auf die Gasförderung in arktischen Gebieten spezialisiert ist, verfügt Wintershall über die technische Expertise, Bohrungen in 4000 Meter Tiefe und in komplizierten Gesteinsformationen durchzuführen.  Das Projekt zeichnet sich auch durch die exzellente Zusammenarbeit der Belegschaft aus den unterschiedlichsten Ländern aus: Bei Achimgaz ziehen Russen, Ukrainer, Deutsche, Tataren, Argentinier, Amerikaner und Kollegen vieler weiterer Nationen an einem Strang.Darunter Ingo Neubert, 46 Jahre und seit 20 Jahren in verschiedenen Projekten der Wintershall aktiv. 2011 kam er als stellvertretender Achimgaz-Geschäftsführer nach Nowy Urengoi. Seitdem steuert er mit seinem russischen Kollegen das Joint Venture. Zusammen mit den Kollegen versucht man, die Erfahrungen von Wintershall in die Planungen vor Ort einzubringen: Casing-Technologien beim Bohren oder Sicherheitsbarrieren gehören dazu.

Zahlen und Fakten