Schwerpunktregionen weltweit

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21.03.2019

Wintershall mit RekordproduktionMit 171 Millionen Barrel Öläquivalent bisherige Produktion deutlich übertroffen

©Alejandro Kirchuk

Kassel. Wintershall blickt 2019 nicht nur auf 125 Jahre Unternehmensgeschichte zurück, sondern auch auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr. „Wir haben 2018 einen Produktionsrekord mit einer Tagesförderung von bis zu 500.000 Barrel Öläquivalent (BOE) aufgestellt. Wintershall konnte im Jahr 2018 mit einer Erdöl- und Erdgasproduktion von 171 Millionen BOE den Rekordwert des Vorjahres von 164 Millionen BOE nochmals deutlich übertreffen“, erklärte Vorstandsvorsitzender Mario Mehren beim Jahrespresse­gespräch von Wintershall, Deutschlands größtem international tätigen Erdöl- und Erdgasproduzenten.

Wintershall konnte auch ihre Reserven um 12 Prozent auf 1,9 Milliarden BOE erhöhen – ebenfalls ein Rekordwert. Die 2018 produzierten Mengen wurden zu 214 Prozent ersetzt. Die rechnerische Reichweite wurde auf rund elf Jahre gesteigert. Sie setzt die Wintershall-Förderung im Jahr 2018 ins Verhältnis zum Reservenbestand am Jahresende.

„Auf diesem Erfolg ruhen wir uns aber nicht aus, sondern gestalten auch im Jubiläumsjahr aktiv unsere Zukunft und schreiben das nächste Kapitel der Unternehmensgeschichte: Mit Wintershall DEA entsteht das größte unabhängige europäische Gas- und Ölunternehmen – im besten Sinne: ein europäischer Champion“, so der Wintershall-Vorstandsvorsitzende. „Wir sind überzeugt, es ist gut und wichtig, dass Deutschland ein schlagkräftiges Gas- und Ölunternehmen hat – so wie auch viele unserer Nachbarländer einen großen Player haben.“ Ende Februar gab die Europäische Kommission bereits ihre Zustimmung zum Zusammenschluss von Wintershall und DEA. Der Abschluss der Transaktion wird im ersten Halbjahr 2019 erwartet.

Zukunftsorientierte Gas- und Ölförderung

Wintershall konnte trotz eines weiterhin herausfordernden Marktumfelds im Jahr 2018 das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) vor Sondereinflüssen um 155 Prozent von 683 Millionen Euro im Jahr 2017[1] auf nun 1.745 Millionen Euro[2] steigern. Ausschlaggebend hierfür waren vor allem gestiegene Gas- und Ölpreise sowie höhere Produktionsmengen in Norwegen und Russland. Das EBIT stieg um 798 Millionen Euro auf 1.733 Millionen Euro. Das ist ein Plus von 85 Prozent. Der von BASF ausgewiesene Jahresüberschuss nach Steuern erhöhte sich um 69 Millionen Euro (plus 9 Prozent) auf 829 Millionen Euro (2017: 760 Millionen Euro).

Der Umsatz mit Dritten nahm gegenüber dem Vorjahr infolge höherer Preise und Mengen um 842 Millionen Euro auf 4.094 Millionen Euro zu (2017: 3.252 Millionen Euro). Das ist ein Anstieg von 26 Prozent. Der Preis für ein Barrel der Referenzrohölsorte Brent betrug im Jahr 2018 durchschnittlich 71 US-Dollar (2017: 54 US-Dollar). Die Gaspreise an den europäischen Spotmärkten sind im Vergleich zum Vorjahr um 32 Prozent gestiegen.

Der Zusammenschluss mit DEA stellt die Weichen für weiteres Wachstum. Die durchschnittliche Tagesproduktion von Wintershall DEA von derzeit zusammen rund 590.000 BOE will das neue Unternehmen um rund 40 Prozent auf künftig 750.000 bis 800.000 BOE innerhalb der nächsten vier Jahre steigern. Dieses Wachstum soll sowohl aus dem bisherigen Portfolio der beiden Unternehmen kommen als auch aus neuen Förderregionen. DEA ist seit kurzem in Mexiko aktiv, Wintershall ist der Einstieg in eine neue Öl- und Gaskonzession in Abu Dhabi gelungen. 

Russland: Ausbau der Projekte

Die Produktion in Russland und die weiteren Feldesentwicklungen in Westsibirien leisten einen wesentlichen Beitrag für den geplanten Produktionszuwachs. Bis Ende 2019 soll die Bohrkampagne im Block 1 A der Achimov-Formation des Urengoi-Feldes, an dem Wintershall mit 50 Prozent beteiligt ist, abgeschlossen werden. Hier soll das Joint Venture mit Gazprom zukünftig aus bis zu 110 Bohrungen rund 8 Milliarden Kubikmeter Erdgas jährlich produzieren. Die Erschließung der Blöcke 4 A und 5 A der Achimov-Formation, an denen Wintershall mit 25 Prozent beteiligt ist, schreitet planmäßig voran. Perspektivisch sollen hier nach Einschätzung von Gazprom im Plateau 15,5 Milliarden Kubikmeter Erdgas gemeinsam von Wintershall und Gazprom produziert werden.

Das westsibirische Erdgasfeld Juschno Russkoje, an dessen wirtschaftlichem Erfolg Wintershall mit 35 Prozent beteiligt ist, fördert seit Mitte 2009 im Jahr 25 Milliarden Kubikmeter Erdgas. Durch die erfolgreiche Erschließung der Turon-Schicht soll das hohe Produktionsniveau mindestens bis 2022 gehalten werden, so die Einschätzung von Severneftegazprom.

Wolgodeminoil, Wintershalls Joint Venture mit der Lukoil-Tochter RITEK in Südrussland, ist das am längsten bestehende Gemeinschaftsunternehmen eines russischen Unternehmens mit einem ausländischen Partner und gilt als Wegbereiter der deutsch-russischen Erdölförderung. Auch nach über 25 Jahren steht die Kooperation beispielhaft für die erfolgreiche bilaterale Zusammenarbeit sowie den gemeinsamen wirtschaftlichen Erfolg. Im vergangenen Jahr erreichte das Unternehmen mit einer Gesamtfördermenge von 10 Millionen Tonnen Öl einen neuen Meilenstein. „2018 haben wir bei unseren russischen Projekten erneut die Produktion gesteigert“, so Mario Mehren. „Diesen Kurs wollen wir auch nach dem geplanten Merger fortsetzen und in den Ausbau unserer Projekte in Russland investieren. Russland ist – und bleibt –unsere wichtigste Schwerpunktregion“, erklärte Mehren.

Weiterer Ausbau auf dem norwegischen Schelf

Wintershall hat in Norwegen ein Produktionsvolumen von über 100.000 BOE pro Tag erreicht. „Dies ist ein idealer Ausgangspunkt für das neue Unternehmen Wintershall DEA. Nach der Fusion mit DEA werden wir drittgrößter Produzent auf dem norwegischen Kontinentalschelf sein, mit einem täglichen Volumen von über 200.000 BOE in den nächsten Jahren“, so Mehren. „Allerdings wollen wir uns nicht darauf ausruhen – wir bauen unsere Produktion weiter aus. Von 2017 bis 2020 investiert Wintershall rund 2 Milliarden Euro in die Exploration und Entwicklung in Norwegen“, erläuterte Mehren. Diese Strategie verdeutlicht das starke Bekenntnis des Unternehmens zu Norwegen, das mit Abschluss der Fusion von Wintershall DEA eine noch bedeutendere Wachstumsregion werden wird. Über ein Drittel von Wintershalls weltweitem Explorationsbudget entfällt auf Norwegen.

Im Herbst 2018 genehmigte das norwegische Erdöl- und Energieministerium den Entwicklungs- und Betriebsplan (Plan for Development and Operation – PDO) für das Nova-Feld, dem dritten von Wintershall betriebenen Unterwasserfeld. Nova soll mit zwei Förderanlagen auf dem Meeresboden erschlossen werden. Die beiden Unterwasserproduktionssysteme werden für die Aufbereitung und den Weitertransport mit der Gjøa-Plattform verbunden. „Diese nachhaltige Entwicklungslösung ist eine Win-Win-Situation: Anstelle des Baus einer neuen Förderanlage erhöht die Anbindung an die nahe gelegene Plattform die Kosteneffizienz für Wintershall und verlängert die wirtschaftliche Lebensdauer der existierenden Infrastruktur. So sieht die Erdölförderung der Zukunft aus“, betonte Mehren.

Einen Beitrag zur Sicherstellung der europäischen Energie­versorgung mit Erdgas stellt Wintershalls Investition in das Aasta-Hansteen-Feld dar, das im Dezember 2018 in Betrieb ging und von Equinor betrieben wird. „Das Feld wird in den kommenden Jahren einen bedeutenden Beitrag zu Norwegens jährlicher Erdgasproduktion leisten. Das bedeutet auch eine Lieferung signifikanter Energiemengen nach Europa – aus einem der Länder mit der saubersten Produktion der Welt“, sagte Mehren. „Aasta Hansteen und die Pipeline Polarled stehen für neue Infrastruktur im nördlichen Bereich der Norwegischen See und eröffnen somit neue Möglichkeiten für diesen Teil des Schelfs.“ Bei Wintershalls kürzlichem Fund Balderbrå im Vøring-Becken handelt es sich Schätzungen zufolge um einen der beiden größten Funde auf dem Schelf im Jahr 2018.

Darüber hinaus konnte Wintershall ihr Portfolio dank der Zuteilung von sechs neuen Explorationslizenzen im Januar 2019 erweitern, die Norwegens Erdöl- und Energieministerium im Rahmen der 2018 APA-Lizenzierungsrunde vergeben hat. Bei zwei dieser Lizenzen ist Wintershall Betriebsführer. Alle Lizenzen liegen in Schlüsselgebieten: drei im Vøring-Becken sowie je eine in der Nähe des Maria-Feldes, im Bereich des sogenannten 35. Quadranten der Nordsee und nahe des Edvard Grieg-Feldes.

Lateinamerika: Einstieg in Brasilien gelungen

Wintershall hat 2018 den Wachstumskurs in Lateinamerika fortgesetzt. Insgesamt konnten in Brasilien sieben Explorations­lizenzen erworben werden. Bei vier dieser Lizenzen fungiert Wintershall als Betriebsführer. Die Lizenzen liegen vor der Nord- sowie Südostküste Brasiliens. Seit Dezember 2018 laufen erste 3D-seismische Messungen in drei Blöcken im Potiguar-Becken vor der Nordostküste des Landes, in denen Wintershall Betriebsführer ist. Die Daten werden im Anschluss aufbereitet und ausgewertet. Erste Ergebnisse werden für Mitte 2020 erwartet. „Die Küste Brasiliens gilt als eine der vielversprechendsten Ölregionen der Welt. Zu unserem Wachstumskurs gehört es, dass wir auch in neuen Regionen aktiv sind, und Brasilien bietet großes Potenzial“, sagte Mario Mehren. „Wir wollen uns in Brasilien ein breites und diversifiziertes Portfolio aufbauen.“ 

Wintershall ist bereits seit mehreren Jahrzehnten in Lateinamerika aktiv. In Argentinien hat das Unternehmen eine lange Tradition und feierte 2018 ein stolzes Jubiläum: Seit 40 Jahren exploriert und produziert Wintershall hier mit großem Erfolg Kohlenwasserstoffe und ist der viertgrößte Gasproduzent des Landes. Heute ist Wintershall an insgesamt 15 Onshore- und Offshore-Feldern beteiligt. In drei dieser Felder operiert das Unternehmen als Betriebsführer.

Wintershall möchte ihren Technologiestandort Argentinien weiter ausbauen und beteiligt sich an der unkonventionellen Öl- und Gasförderung in der aussichtsreichen Schieferformation Vaca Muerta. Im eigenoperierten Block Aguada Federal wurden 2018 zwei Horizontalbohrungen abgeteuft, um das Schiefergestein der Formation weiter zu erforschen. „Seit Jahrzehnten leisten wir unseren Beitrag zur Öl- und Gasindustrie in Argentinien. Wir haben die Technologie und Expertise, um Bohrungen unter anspruchsvollen geologischen Bedingungen und unter Einhaltung höchster Umwelt- und Sicherheitsstandards durchzuführen“, erklärte Mehren.

Mit dem Block CN-V in der Provinz Mendoza hat Wintershall im Jahr 2018 eine weitere Betriebsführerschaft übernommen. Hier wurden zwei Explorationsbohrungen abgeteuft, von denen eine fündig war. Die Ergebnisse der Bohrungen werden nun ausgewertet.

Ghasha-Konzession – Meilenstein in Middle East

Im November 2018 gelang Wintershall bei der Ausweitung der Betriebstätigkeit in Middle East ein entscheidender Schritt: der Erwerb eines Zehn-Prozent-Anteils an der Ghasha-Konzession, an der Seite der Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC). Abu Dhabi zählt zu den weltweit wichtigsten Zentren der Erdgas- und Erdölproduktion. Investitionen in dieser Gegend bedeuten eine strategische Weiterentwicklung und machen die Region Middle East für Wintershall zu einer weiteren Schwerpunktregion. 

Die Ghasha-Konzession deckt die Entwicklung von Hail, Ghasha, Dalma und anderen Kondensat- und Erdgasfeldern mit sehr hohem Sauergasgehalt in der Region Al Dhafra vor der Küste Abu Dhabis ab. Dieser Vertrag bildet die Grundlage dafür, dass Wintershall erstmals Gas und Kondensat in Abu Dhabi produzieren wird, und fußt auf den Erfolgen zweier Erkundungsbohrungen, die 2015 und 2017 im Sauergas- und Kondensatfeld Shuwaihat durchgeführt wurden. Wintershall wird bei Gasha die mehr als 40-jährige Expertise des Unternehmens in der sicheren Entwicklung und Förderung von Sauergasfeldern einbringen. „Hier können wir mit Kompetenz aus Deutschland punkten. Unsere Expertise aus deutschen Sauergasfeldern hat uns die Türen am Golf geöffnet. Und wir wissen, worauf es in ökologisch sensiblen Gebieten ankommt“, sagte Mehren.

Den ADNOC-Plänen zufolge soll das Projekt Mitte des nächsten Jahrzehnts für über 40 Millionen Kubikmeter Erdgas täglich stehen, also genügend für die Energieversorgung von etwa zwei Millionen Haushalten. Neben Sauer- und Süßgas sollen hier Tag für Tag auch 120.000 Barrel Öl und hochwertiges Kondensat gefördert werden. Das im Konzessionsgebiet gewonnene Gas wird ganz wesentlich zum Erreichen der ADNOC-Ziele beitragen: eine dauerhaft verlässliche und wirtschaftliche Gasversorgung und letztlich Gasselbstversorgung der Vereinigten Arabischen Emirate.

Heimische Förderung – Versorgungssicherheit mit Technologie-Expertise

Wintershall hat 2018 in Deutschland ihr Technologiezentrum am niedersächsischen Standort Barnstorf (Landkreis Diepholz) ausgebaut und nutzt modernste digitale Technologie, um die Potenziale von Erdgas- und Erdöllagerstätten weltweit noch präziser zu analysieren. Herzstück des neuen Labors ist ein Mikro-Computertomograph. Im Digital-Rocks-Verfahren können Experten hochauflösende 3D-Aufnahmen von Gesteinsproben aus Erdgas- und Erdöllagerstätten erstellen. „Die Analysen, die in unserem ausgebauten Technologiezentrum durchgeführt werden, helfen den Kollegen in Deutschland, Sibirien, Norwegen oder Argentinien, die richtige Entscheidung bei der Erschließung von Gas- und Ölvorkommen zu treffen und erfolgreich zu arbeiten“, sagte Mario Mehren. Barnstorf wird nach dem Zusammenschluss von Wintershall und DEA Technologie- und Ausbildungsstandort für das gemeinsame Unternehmen sein.

Erfolgreich abgeschlossen hat Wintershall Anfang 2018 eine hochauflösende 3D-Seismik am niedersächsischen Standort Emlichheim (Grafschaft Bentheim). Emlichheim wird neben Völkersen und Mittelplate zu den zukünftigen Kernaktivitäten von Wintershall DEA in Deutschland gehören. Die Ergebnisse der Seismik in Emlichheim sind Grundlage für die weitere Erschließung. So plant Wintershall neue Bohrungen – die ersten fünf voraussichtlich ab September 2019. Zudem will Wintershall in der zweiten Jahreshälfte mit dem Bau einer rund 14 Kilometer langen Erdöltransportleitung zwischen Emlichheim und Osterwald beginnen, um auch zukünftig das geförderte Öl sicher und umweltschonend zur Raffinerie nach Lingen zu transportieren. Wintershall fördert in Emlichheim seit über 70 Jahren Erdöl auf konstant hohem Niveau.

Schwerpunkt der Investitionen in die heimische Förderung ist die Bohr- und Förderinsel Mittelplate am südlichen Rand des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Mittelplate ist die einzige Ölbohr- und Ölförderanlage in deutschen Gewässern. Das Offshore-Feld, das Wintershall schon jetzt gemeinsam mit DEA betreibt, stellt die tragende Säule der Erdölförderung in Deutschland dar. Mehr als 35 Millionen Tonnen Öl wurden bereits aus der Lagerstätte gefördert. „Damit Mittelplate auch in Zukunft einen wichtigen Beitrag zur heimischen Förderung leisten kann, haben Wintershall und DEA bereits 2017 eine weitere Bohrkampagne bis zum Jahr 2022 angestoßen“, sagte Mehren. „30 Jahre sichere Förderung im sensiblen Naturraum Wattenmeer zeigen, wie sich Erdölförderung und Umweltschutz miteinander vereinbaren lassen.“ 

Nord Stream 2: Infrastruktur für Europa – sicher, kostengünstig, umweltschonend

Für einen bezahlbaren Klimaschutz und eine wettbewerbsfähige Industrie in Europa ist es essentiell, dass Erdgas zuverlässig, kostengünstig und klimaschonend nach Europa geliefert wird. Dazu trägt die Ostseepipeline Nord Stream bei, die aufgrund des wachsenden Energiebedarfs und des Produktionsrückgangs in der EU durch Nord Stream 2 erweitert wird. Die Kapazitäten von Nord Stream 1 waren 2018 voll ausgelastet. „Nord Stream 2 bietet bis zu 55 Milliarden zusätzliche Kubikmeter Erdgas für die europäischen Märkte. Damit könnte – rein rechnerisch – beispielsweise der gesamte Kohlestrom Deutschlands ersetzt werden“, so Mehren. Wintershall beteiligt sich an der Finanzierung des Projektes Nord Stream 2 als Darlehensgeber und wird für das Projekt bis zu 950 Millionen Euro bereitstellen. Bis zum 31. Dezember 2018 wurden davon knapp zwei Drittel abgerufen. Bisher hat die Projektgesellschaft Nord Stream 2 AG die Genehmigung für den Bau und Betrieb des Pipelinesystems von allen Anrainerstaaten außer Dänemark erhalten. Über 800 Kilometer Rohre wurden bereits verlegt.

Ausblick 2019

Im Jahr 2019 wird die Umsetzung des Zusammenschlusses mit DEA für Wintershall das bestimmende Thema sein. Außerdem wird Wintershall insbesondere in Russland, Norwegen und Middle East in den Ausbau der Gas- und Ölproduktion investieren. Schlüsselprojekt dabei wird in Norwegen Nova sein, in Russland ist geplant, die Plateauförderung im Block 1 A der Achimov-Formation vorzubereiten. Für die Entwicklung der Blöcke 4 A und 5 A der Achimov-Formation verlaufen die umfangreichen Infrastruktur- und Bauarbeiten planmäßig. Wintershall wird zudem in Brasilien mit dem Aufbau des Standorts beginnen. Bei der Produktion in Europa soll der Fokus weiter auf der Steigerung der Effizienz und Effektivität liegen. Aber auch die Explorationsaktivitäten sollen wieder forciert werden.

„Unsere Planungen für das Jahr 2019 basieren dabei auf einem durchschnittlichen Ölpreis der Sorte Brent von 70 US-Dollar/Barrel und einem Wechselkurs von 1,15 US-Dollar je Euro“, so Mehren.

Zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen

Diese Mitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den gegenwärtigen Einschätzungen und Prognosen des Vorstands sowie den derzeit verfügbaren Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren; sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Wir übernehmen keine über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehende Verpflichtung, die in dieser Mitteilung gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren.


[1] Durch den geänderten Ausweis des Öl- und Gasgeschäftes in der BASF-Finanzberichterstattung 2018 wurden auch die entsprechenden Vorjahreswerte für 2017 hier und im Folgenden angepasst.

[2] Beinhaltet für das Jahr 2018 nur Abschreibungen der ersten drei Quartale. 

Die Wintershall Holding GmbH mit Sitz in Kassel ist eine 100-prozentige Tochter der BASF in Ludwigshafen und seit 125 Jahren in der Rohstoffgewinnung aktiv, mehr als 85 Jahre davon in der Suche und Förderung von Erdöl und Erdgas. Wintershall konzentriert sich auf ausgewählte Schwerpunktregionen, in denen das Unternehmen über ein hohes Maß an regionaler und technologischer Expertise verfügt. Dies sind Europa, Russland, Nordafrika, Südamerika sowie zunehmend auch die Region Middle East. Durch Exploration und Produktion, ausgewählte Partnerschaften, Innovationen und technologische Kompetenz will das Unternehmen sein Geschäft weiter ausbauen. Wintershall beschäftigt weltweit rund 2.000 Mitarbeiter aus 50 Nationen und ist heute der größte international tätige deutsche Erdöl- und Erdgasproduzent.

Ende September 2018 haben BASF und LetterOne eine verbindliche Vereinbarung zum Zusammenschluss ihrer Öl- und Gasgesellschaften Wintershall und DEA (Deutsche Erdöl AG) unterzeichnet. Der Abschluss der Transaktion wird vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen für das erste Halbjahr 2019 erwartet. Mit Wintershall DEA würde der führende unabhängige Öl- und Gasproduzent Europas entstehen. Mittelfristig streben BASF und LetterOne einen Börsengang von Wintershall DEA an.

Wintershall. Wir fördern Zukunft.

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