Schwerpunktregionen weltweit

A subsidiary of BASF - We create chemistry
07.03.2018

Wintershall mit GewinnsprungUmsatz und EBIT deutlich gestiegen

Drill tower ocean licensing Wintershall
© Harald Pettersen

Kassel. Ein deutlich verbessertes Ergebnis hat die BASF-Tochtergesellschaft Wintershall für 2017 präsentiert. „Wir haben gegenüber 2016 bei allen wirtschaftlichen Kennzahlen signifikant zugelegt und unsere Ertragskraft verbessert. Wir sind klar auf Wachstumskurs“, erklärte Vorstandsvorsitzender Mario Mehren bei der Pressekonferenz des Unternehmens in Kassel. Für 2018 erwartet Mehren nach starken Steigerungen in den Vorjahren einen neuen Produktionsrekord der Wintershall durch Inbetriebnahme neuer Förderstätten in den etablierten Förderregionen und auch dadurch einen deutlichen Anstieg bei Umsatz und EBIT vor Sondereinflüssen. Darüber hinaus will Wintershall nun auch in Brasilien in der Exploration von Öl- und Gaslagerstätten aktiv werden. Der von BASF und LetterOne beabsichtigte Zusammenschluss der Wintershall mit der DEA Deutsche Erdoel AG verschaffe darüber hinaus weitere Dynamik: „Die Perspektive ist spannend, denn sie ist eine zusätzliche Wachstumsperspektive, die zur Wintershall passt.“

Deutschlands größter international tätiger Öl- und Gasproduzent hat 2017 das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) vor Sondereinflüssen um 53 Prozent (276 Millionen Euro) auf 793 Millionen Euro gesteigert (2016: 517 Millionen Euro). Dies ist vor allem auf die gestiegenen Öl- und Gaspreise sowie den höheren Ergebnisbeitrag aus der Beteiligung am Erdgasfeld Juschno Russkoje zurückzuführen. Umfangreiche Maßnahmen zur Optimierung der Explorations- und Technologieprojekte sowie die erfolgreiche Umsetzung von operativen Maßnahmen zur Kostensenkung trugen ebenfalls dazu bei. Das EBIT stieg um 544 Millionen Euro (plus 109 Prozent) auf 1.043 Millionen Euro (2016: 499 Millionen Euro). Es enthielt Sondererträge aus Zuschreibungen in Norwegen und den Niederlanden sowie aus dem Verkauf von Anteilen an der Konzession Aguada Pichana in Argentinien. Gegenläufig wirkte eine Wertberichtigung des Explorationspotenzials in Norwegen. Der Jahresüberschuss nach Antei­len anderer Gesellschafter erhöhte sich um 357 Millionen Euro (plus 99 Prozent) auf 719 Millionen Euro (2016: 362 Millionen Euro).

„Unser Ziel, mit unserem Öl- und Gasgeschäft 2017 wieder ein deutlich höheres Ergebnis für die BASF-Gruppe zu erzielen, wurde dank der starken Leistung des Wintershall-Teams erreicht“, sagte der Wintershall-Vorstandsvorsitzende. So nahm der Umsatz mit Dritten gegen­über dem Vorjahr infolge höherer Preise und Mengen um
476 Millionen Euro (plus 17 Prozent) auf 3.244 Millionen Euro zu (2016: 2.768 Millionen Euro). Der Preis für ein Barrel der Referenzrohölsorte Brent betrug im Jahr 2017 durchschnittlich 54 US-Dollar (2016: 44 US-Dollar). Die Gaspreise an den europäischen Spotmärkten sind im Vergleich zum Vorjahr um 24 Prozent gestiegen. Zum Absatzwachstum trugen vor allem höhere Verkaufsmengen von Gas bei.

Öl- und Gasförderung auf Rekordniveau gehalten

Das Unternehmen konnte die Erdöl- und Erdgasproduktion auf der Höhe des Vorjahres halten (2016: 165 Millionen Barrel Öläquivalent). Auf der Suche nach neuen Erdöl- und Erdgaslagerstätten hat Wintershall im Jahr 2017 insgesamt sieben Aufschluss- und Erweiterungsbohrungen abgeschlossen, von denen drei fündig waren. Die sicheren Erdöl-und Erdgasreserven des Unternehmens sind im Vergleich zum Jahresende 2016 um 3 Prozent auf 1.677 Millionen Barrel Öläquivalent (BOE) gestiegen (2016: 1.622 Millionen BOE). Die 2017 produzierten Mengen wurden zu 133 Prozent ersetzt. Die rechnerische Reichweite, die sich auf die Wintershall-Förderung im Jahr 2017 und auf den Reservenbestand am Jahresende bezieht, beträgt rund zehn Jahre (2016: zehn Jahre). „Wir haben unsere Produktion allein seit 2011 um rund 50 Prozent gesteigert. Und dabei nicht auf Kosten der Zukunft gelebt“, sagte Mehren. Denn im gleichen Zeitraum konnten die Reserven ebenfalls um fast 50 Prozent gesteigert werden.

Insgesamt plant Wintershall bis 2022 rund 3,5 Milliarden Euro in den Ausbau der Öl- und Gasaktivitäten zu investieren. Das ist rund ein Fünftel (18 Prozent) der gesamten Investitionssumme der BASF-Gruppe für den Zeitraum von 2018 bis 2022.

Wintershall DEA als Key Player in Europa

Im Dezember 2017 wurden richtungsweisende Veränderungen angekündigt: BASF beabsichtigt mit der Unternehmensgruppe LetterOne ihre jeweiligen Öl-und Gas-Geschäfte in einem Joint Venture zusammenzuschließen. Das neue Unternehmen, Wintershall DEA, soll eines der größten unabhängigen Explorations- und Produktionsunternehmen in Europa werden – mit hervorragenden Wachstumsperspektiven. Mittelfristig ist geplant, das Gemeinschaftsunternehmen an die Börse zu bringen. „Die Portfolios der beiden Unternehmen passen perfekt. Wir könnten unsere europäische Produktion weiter stärken und unsere Förderregionen in Südamerika und Nordafrika ausbauen“, erläuterte Mehren. „Wintershall DEA hätte als Gesamtunternehmen mehr als
215 Millionen BOE Jahresproduktion. Das sind rund 600.000 Barrel am Tag[1]“, so Mehren. Drei Viertel der Produktion kämen dabei von Wintershall.

Russland bleibt wichtigste Schwerpunktregion

Die Erdgasproduktion aus dem westsibirischen Erdgasfeld Juschno Russkoje feierte Ende 2017 ihr zehnjähriges Jubiläum. Und bereits seit 2009 fördert Wintershall auf Plateauebene jährlich 25 Milliarden Kubikmeter Erdgas. Im ersten Halbjahr 2018 wird eine Gesamtförderung von 250 Milliarden Kubikmetern erreicht. Das entspricht in etwa dem deutschen Erdgasverbrauch der vergangenen drei Jahre. Die dort produzierten Erdgasmengen werden unter anderem über die Nord-Stream-Pipeline nach Europa transportiert. Damit trägt Wintershall entscheidend zur sicheren Erdgasversorgung in Europa bei. Im Block 1 A der Achimov-Formation des Urengoi-Feldes, an dem Wintershall mit 50 Prozent beteiligt ist, wurde die schrittweise Feldesentwicklung weitergeführt, so dass Ende 2017 aus 88 Bohrungen gefördert wurde und die Produktion 2017 auf
6,6 Milliarden Kubikmeter Erdgas gesteigert werden konnte. Zudem plant die BASF-Tochter gemeinsam mit Gazprom die Erschließung der Blöcke 4 A und 5 A der Achimov-Formation.

Wolgodeminoil, Wintershalls Joint Venture mit dem russischen Partner RITEK in Südrussland, feierte vor kurzem sein 25-jähriges Bestehen.  Die Kooperation beider Unternehmen gilt als Wegbereiter der deutsch-russischen Erdölförderung und steht auch heute noch beispielhaft für die erfolgreiche bilaterale Zusammenarbeit sowie den gemeinsamen wirtschaftlichen Erfolg. „Unsere Projekte, aber auch die über 25 Jahre währende Kooperation mit unseren russischen Partnern, haben im vergangenen Jahr einmal mehr gezeigt, dass wir die deutsch-russische Zusammenarbeit vertrauensvoll, stabil und erfolgreich gestalten können“, betonte Mehren. „Auf diesem partnerschaftlichen Fundament und mit den erheblichen Erdgasreserven in Sibirien wird Russland auch weiterhin die zentrale Säule im Portfolio unseres Unternehmens sein. Russland ist und bleibt für Wintershall der wichtigste Partner“, so Mehren weiter.

Norwegen: Erwartungen übertroffen

In Norwegen konnte Wintershall sein Engagement weiter ausbauen und die selbst gesteckten Ziele übertreffen. „Durch ein innovatives Entwicklungskonzept für das Maria-Feld und die Installation direkt auf dem Meeresgrund samt Anbindung an bestehende Infrastruktur punkten wir bei den Kosten“, so Mehren. Bereits ein Jahr früher als geplant startete im Dezember 2017 die Produktion in der Norwegischen See. Mit rund 1,2 Milliarden Euro lagen die Kosten mehr als ein Fünftel unter dem kalkulierten Budget. Maria ist das erste Projekt in Norwegen, das Wintershall über die gesamte Entwicklungsstrecke geführt hat – von der Erkundung des Feldes bis zum Förderstart.

„Die erfolgreiche Umsetzung des komplexen Offshore Projekts ist ein Beleg für die hohe Effizienz und das Know-how von Wintershall – nicht nur in Norwegen. Ein Vorzeigeprojekt für uns und die gesamte Branche“, betonte Mehren. Maria ist Wintershalls bisher größtes eigenoperiertes Offshore-Investment. Fortgesetzt wurde zudem mit weiteren Bohrungen die Entwicklung der Felder Ivar Aasen und Edvard Grieg.

Mit Aasta Hansteen und Nova (vormals Skarfjell) sei die zukünftige Projekt-Pipeline des Öl- und Gasunternehmens gut gefüllt: „Wir streben an, den Entwicklungsplan für Nova in der ersten Jahreshälfte 2018 an das norwegische Energieministerium zu übermitteln“, so Mehren. Das Entwicklungskonzept sieht vor, die Öl- und Gas-Lagerstätte über eine Unterwasseranbindung mit der nahegelegenen Plattform Gjøa zu verbinden. Ende Februar 2018 wurden hierfür bereits Aufträge im Wert von rund 190 Millionen Euro vergeben.

Die Großprojekte stellen nicht nur für das Unternehmen selbst einen Meilenstein dar. Sie bestätigen auch die hohe Relevanz der Öl- und Gasförderung in der Nordsee, die weiterhin eine der wichtigsten Förderregionen Europas ist. Die Nordsee und ihre Anrainer liefern rund die Hälfte des in der EU benötigten Erdgases.

Ausgebaut wurde das Portfolio in Norwegen darüber hinaus durch die Zuteilung von sechs neuen Explorationslizenzen im Januar 2018, die das norwegische Energieministerium im Rahmen der Lizenzrunde APA 2017 vergab. Bei drei dieser Lizenzen fungiert Wintershall als Betriebsführer. Alle Lizenzen befinden sich in Kernregionen von Wintershall.

Südamerika: Investitionen für die Zukunft

Wintershall hat in Argentinien eine lange Tradition: Seit 40 Jahren exploriert und produziert das Unternehmen hier mit großem Erfolg Kohlenwasserstoffe. Heute ist Wintershall an insgesamt 15 Onshore- und Offshore-Feldern beteiligt – zwei davon in Betriebsführerschaft. „Seit Jahrzehnten leisten wir unseren Beitrag zur Öl- und Gasindustrie in Argentinien. Heute sind wir zudem Betriebsführer in zwei Lizenzen, aus denen unkonventionelles Erdöl in der Pilotphase gefördert wird“, sagte Mehren.

Die Blöcke Aguada Federal und Bandurria Norte liegen in der Provinz Neuquén und befinden sich im Bereich der aussichtsreichen Vaca-Muerta-Formation. Nachdem in Aguada Federal bereits im Jahr 2015 ein Schieferöl-Pilotprojekt durchgeführt wurde, folgten im Jahr 2017 drei horizontale Pilotbohrungen in Bandurria Norte. Dabei konnte das Team auf die Erfahrungen aus dem vorangegangenen Projekt zurückgreifen und so die Bohrkampagne früher und mit geringeren Kosten abschließen. 2018 werden beide Projekte getestet. „Wir haben die Technologie und Expertise, um Bohrungen unter anspruchsvollen geologischen Bedingungen und unter Einhaltung höchster HSE-Standards durchzuführen“, erklärte Mehren.

Im Block CN-V in der Provinz Mendoza hatte Wintershall einen Ölfund. Im Jahr 2018 soll in dem Block eine zweite Explorationsbohrung folgen und Wintershall danach die Betriebsführerschaft übernehmen. In Feuerland wurde mit der Erweiterung der Gasaufbereitungsanlagen für die Konzession Cuenca Marina Austral 1 begonnen.

In der Provinz Neuquén hat Wintershall ihre Anteile an der Konzession Aguada Pichana reduziert. Die Beteiligung am Block Aguada Pichana Oeste (West) wurde an Pan American Energy LLC, Buenos Aires/Argentinien, und YPF S.A., Buenos Aires/Argentinien, verkauft. Am Block Aguada Pichana Este (Ost) hat Wintershall Anfang 2018 ihre Beteiligung durch die Veräußerung von Anteilen an Total Austral S.A., Buenos Aires/Argentinien geringfügig reduziert.

Wintershall plant zudem, die Aktivitäten in Südamerika weiter auszubauen und sich an der Suche nach Öl und Gas vor der Küste Brasiliens zu beteiligen. „Wir werden uns 2018 an Bieterrunden um Explorationslizenzen beteiligen“, kündigte der Wintershall-Vorstandsvorsitzende an. Die Küste Brasiliens gilt als eine der prospektivsten Ölregionen der Welt.

Middle East: Shuwaihat-6 Bohrung erfolgreich abgeschlossen

In Abu Dhabi konnte Wintershall 2017 die zweite Erkundungsbohrung (SH-6) im Feld „Shuwaihat“ erfolgreich abschließen. Deutlich schneller als im Zeitplan vorgesehen und zu niedrigeren Kosten als geplant. Die Bohrung SH-6 wurde offshore, fünf Kilometer vor der Küste im Arabischen Golf, abgeteuft.

Das Sauergas- und Kondensatfeld Shuwaihat liegt im westlichen Teil von Abu Dhabi, etwa 25 Kilometer westlich der Industriestadt Ruwais. Als Betriebsführer setzt Wintershall auf höchste HSE-Standards und blickt auf mehr als 40 Jahre Erfahrung in der sicheren Entwicklung und Förderung aus Sauergasfeldern zurück.

Wintershall ist bereits seit mehreren Jahren in Abu Dhabi aktiv und plant das Engagement in der Region auszubauen. Im Juni 2012 hat Wintershall zusammen mit der Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) und der österreichischen OMV eine Vereinbarung zur technischen Bewertung des Shuwaihat-Feldes unterzeichnet. Die technische Bewertung des Feldes ist mit einer 3D-Seismik (2015) und zwei Erkundungsbohrungen (2016 und 2017) zunächst abgeschlossen. Aktuell läuft die Auswertung der Daten. Weitere Entwicklungskonzepte rund um das Shuwaihat-Feld werden derzeit diskutiert.

In Libyen betreibt Wintershall als Betriebsführer acht Ölfelder in den Onshore-Konzessionen 96 und 97. In beiden Konzessionen wurde die Erdölproduktion im März 2017 zunächst eingestellt. Gemäß einer Vereinbarung mit dem staatlichen Ölunternehmen National Oil Corporation (NOC) konnte die Produktion von Juni bis Oktober 2017 wiederaufgenommen werden: mit Produktionsraten von 55.000 Barrel Öl pro Tag (BOPD) für die Konzession 96 und 10.000 BOPD für die Konzession 97. Bis Ende Januar 2018 ruhte die Produktion in der Konzession 96 wegen eines Streiks erneut. Wintershall verhandelt mit NOC derzeit über den Rahmen der zukünftigen Zusammenarbeit. Das Erdölfeld Al Jurf vor der Küste Libyens, an dem Wintershall beteiligt ist, konnte 2017 durchgängig betrieben werden.

Heimische Förderung als Beitrag zur Versorgungssicherheit

In Deutschland hat Wintershall am Standort Emlichheim an der deutsch-niederländischen Grenze eine Bohrkampagne mit zwölf neuen Bohrungen erfolgreich abgeschlossen und in Betrieb genommen. Emlichheim gehört zu den größten und traditionsreichsten Produktionen in Deutschland. Seit über 70 Jahren fördert Wintershall dort auf gleichbleibend hohem Niveau Erdöl. Da Emlichheim noch über unerschlossene Reserven verfügt, analysiert Wintershall das Erdölfeld mit einer modernen hochauflösenden 3D-Seismik. Erste Ergebnisse der im Februar 2018 durchgeführten grenzüberschreitenden Messung werden Anfang 2019 vorliegen.

Erfolgreich abschließen konnte Wintershall darüber hinaus eine Bohrkampagne im Feld Mittelplate vor der deutschen Nordseeküste. Wintershall ist an dem größten deutschen Erdölfeld mit 50 Prozent beteiligt, Betriebsführer ist DEA. Die Bohr- und Förderinsel Mittelplate leistet einen bedeutenden Beitrag zur Versorgung Deutschlands. Seit Förderbeginn im Oktober 1987 konnten aus der Öllagerstätte über
34 Millionen Tonnen Erdöl gewonnen werden. Mehr als 30 Jahre störungsfreie Förderung im Wattenmeer zeigen, wie sich Erdölförderung und Umweltschutz vereinbaren lassen. Damit Mittelplate auch in Zukunft einen wichtigen Beitrag zur heimischen Förderung leisten kann, haben Wintershall und DEA bereits 2017 eine weitere Bohrkampagne bis zum Jahr 2022 angestoßen.

Am niedersächsischen Standort Barnstorf, dem Sitz der deutschen Wintershall-Aktivitäten, hat Wintershall die Modernisierung der Erdölaufbereitung erfolgreich abgeschlossen sowie in Bockstedt fünf neue Bohrungen abgeteuft, von denen die ersten bereits die Produktion aufgenommen haben. Darüber hinaus hat Wintershall im Herbst 2017 mit dem Bau eines neuen Laborgebäudes begonnen. Die Inbetriebnahme des 5,8 Millionen Euro teuren Neubaus ist für Spätsommer 2018 geplant. Unter anderem bearbeitet das Zentrallabor in Barnstorf pro Jahr rund 2.000 Proben von allen Wintershall-Standorten weltweit. Seit 2012 ist das Auftragsvolumen um etwa 30 Prozent gestiegen.

Am Standort im südpfälzischen Landau hat Wintershall Anfang 2017 eine 3D-Seismik abgeschlossen. Derzeit untersuchen Geologen und Lagerstätteningenieure, ob noch Potenzial für mögliche neue Bohrungen vorhanden ist. Wintershall fördert in Landau seit über
60 Jahren Erdöl.

Infrastruktur für die sichere Erdgasversorgung Europas

An der 2011 in Betrieb genommenen Nord-Stream-Pipeline ist Wintershall über die Nord Stream AG, Zug/Schweiz, mit 15,5 Prozent beteiligt. Die Pipeline, die von Russland durch die Ostsee an die deutsche Küste verläuft, trägt mit einer Gesamtkapazität von jährlich 55 Milliarden Kubikmetern Erdgas zur Stärkung der Versorgungssicherheit Europas bei.

Wintershall beteiligt sich zudem an der Finanzierung des neuen Projektes Nord Stream 2 als Darlehensgeber. Seine Umsetzung stärkt Infrastruktur und Versorgungssicherheit für Europa; dies ist insbesondere angesichts des Produktionsrückgangs in dieser Region von Bedeutung. Gemeinsam mit vier weiteren europäischen Energieunternehmen hat Wintershall im April 2017 langfristige Finanzierungsverträge mit der Projektgesellschaft Nord Stream 2 AG, Zug/Schweiz, unterzeichnet. Darin haben sich die Unternehmen zu einer langfristigen Finanzierung von 50 Prozent der gesamten Projektkosten von derzeit erwarteten 9,5 Milliarden Euro verpflichtet. Wintershall wird demnach bis zu 950 Millionen Euro bereitstellen. Bis zum 31. Dezember 2017 wurden davon 324 Millionen Euro abgerufen. Gazprom ist alleiniger Aktionär der Projektgesellschaft Nord Stream 2 AG. Ende Januar 2018 hat Nord Stream 2 die Genehmigung für den Bau und Betrieb des Pipelinesystems im deutschen Küstenmeer sowie im Anlandebereich in Lubmin bei Greifswald erhalten.

Ausblick 2018

Im Jahr 2018 wird Wintershall insbesondere in Norwegen, Argentinien und Russland weiter in den Ausbau der Öl- und Gasproduktion investieren. Die Schlüsselprojekte der kommenden Jahre sind Nova (vormals Skarfjell) und Aasta Hansteen in Norwegen, die Projekte in der Achimov-Formation in Russland sowie unsere Projekte in den Provinzen Feuerland und Neuquén in Argentinien. Bei der Produktion in Europa soll der Fokus weiter auf der Steigerung der Effizienz und Effektivität liegen. Aber auch die Explorationsaktivitäten sollen wieder forciert werden.

„Unsere Planungen für das Jahr 2018 basieren auf einem durchschnittlichen Ölpreis der Sorte Brent von 65 US-Dollar/Barrel und einem Wechselkurs von 1,20 US-Dollar je Euro. Die Gaspreise in Nordwesteuropa werden sich voraussichtlich auf dem Niveau des Jahres 2017 bewegen“, sagte Mehren: „Bei Umsatz und EBIT vor Sondereinflüssen erwarten wir einen deutlichen Anstieg. Positive Preiseffekte sowie höhere Produktion durch neu in Betrieb genommene Felder insbesondere in Norwegen werden dafür ausschlaggebend sein.“ 

Zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen

Diese Mitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den gegenwärtigen Einschätzungen und Prognosen des Vorstands sowie den derzeit verfügbaren Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren; sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Wir übernehmen keine über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehende Verpflichtung, die in dieser Mitteilung gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren.


[1] Auf Basis der Produktionszahlen von 2016.

Die Wintershall Holding GmbH mit Sitz in Kassel ist eine 100-prozentige Tochter der BASF in Ludwigshafen und seit 120 Jahren in der Rohstoffgewinnung aktiv, mehr als 85 Jahre davon in der Suche und Förderung von Erdöl und Erdgas. Wintershall konzentriert sich auf ausgewählte Schwerpunktregionen, in denen das Unternehmen über ein hohes Maß an regionaler und technologischer Expertise verfügt. Dies sind Europa, Russland, Nordafrika, Südamerika sowie zunehmend auch die Region Middle East. Durch Exploration und Produktion, ausgewählte Partnerschaften, Innovationen und technologische Kompetenz will das Unternehmen sein Geschäft weiter ausbauen. Wintershall beschäftigt weltweit rund 2.000 Mitarbeiter aus 50 Nationen und ist heute der größte international tätige deutsche Erdöl- und Erdgasproduzent. 

Wintershall. Wir fördern Zukunft.

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