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Fossile Brennstoffe für
neue Energiewelten Erdgas

Ein Alleskönner für den Weg ins Grüne

Bislang wird Erdgas vor allem zum Heizen und zur Erzeugung von Strom eingesetzt – das wird sich in Zukunft ändern. Denn: Erdgas kann auch im Mobilitätssektor und im Verbund mit erneuerbaren Energien gegenüber anderen fossilen Energieträgern seine großen Vorteile hinsichtlich der Klimabilanz ausspielen. Im Vergleich mit Öl setzt Erdgas bei der Verbrennung rund ein Viertel weniger klimaschädliche Treibhausgase frei – im Vergleich mit Braun- und Steinkohle sogar bis zu 35 Prozent. Gleichzeitig trägt der Einsatz von Erdgas zur Luftreinheit bei: Erdgas enthält keine Aromaten, wesentlich weniger Schwefel und verbrennt praktisch feinstaubfrei. Zudem kann Erdgas entscheidend helfen, das Speicherproblem der Erneuerbaren zu lösen. Dank bereits vorhandener Infrastrukturen und Power-to-Gas-Technologien kann überschüssiger Ökostrom in erneuerbares Gas gewandelt und gespeichert werden.

1084,1 Milliarden Kubikmeter Erdgas*

wurden 2016 rund um den Globus transportiert. Fast 70 Prozent der Menge findet per Pipeline seinen Weg zum Abnehmer, hauptsächlich innerhalb Russlands und Europas.

Ein rund drei Millionen Kilometer langes Netz an Pipelines umspannt derzeit den Globus.
Quelle: International Gas Union/BP Energy Outlook 2017)

Die restlichen Mengen - 329,8 Milliarden Kubikmeter - wurden verflüssigt und per LNG-Tanker verschifft. LNG steht für Liquefied Natural Gas. Größter Importeur von LNG ist mit Abstand Japan. Die Industrienation benötigt etwa ein Drittel des transportierten LNG-Volumens. Schon bald könnte Australien zu einem großen LNG-Exporteur werden. Dort sind viele Verflüssigungsterminals im Bau.

Das Klima schonen

Erdgas ist der fossile Energieträger mit den geringsten CO2-Emissionen. Aufgrund seiner Vielseitigkeit kann es Kohle und Öl in den Bereichen Mobilität, Wärme, Energie und Industrie problemlos ersetzen oder zumindest deren klimaschädlichen Einsatz drastisch reduzieren. Aktuelle Untersuchungen haben ergeben, dass beispielsweise im Stromsektor ein vollständiger Wechsel von Stein- und Braunkohle auf Erdgas – ein sogenannter Fuel Switch - die CO2-Emissionen um mindestens 40 Prozent verringern könnte.

CO2-Emissionen fossiler Energieträger

Fuel input H1 graphic Wintershall

Vorfahrt mit Erdgas

Erdgas ist startklar für die Mobilitätswende. Eine Studie des Fachinstituts EWI zeigt: Wenn bis 2030 ein Fünftel der deutschen Fahrzeugflotte von Benzin- und Diesel-Kraftstoffen auf Erdgas umgestellt würde, ließen sich jährlich bis zu 20 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent vermeiden – das entspricht dem jährlichen CO2-Ausstoß von 2,5 Millionen Zwei-Personen-Haushalten. Zusammen stoßen Erdgasautos und -busse bis zu 60 Prozent weniger CO2 aus als Diesel. Zudem verbrennt das Gas-Luft-Gemisch in einem Erdgasmotor praktisch feinstaubfrei. Beim Schwerlastverkehr kann Gas in Form von CNG, LNG und erneuerbaren Gasen punkten. Auch auf den Meeren! Allein die 15 größten Schiffe der Welt stoßen so viel Schadstoffe aus wie 750 Millionen Autos, so der Umweltverband NABU. Der Einsatz von Flüssiggas könnte dort die Emissionen um bis zu 90 Prozent senken.

Natural Gas Stations Graphic Wintershall
Natural Gas Stations Graphic Wintershall

Tankstellenkonzept der Zukunft

Wissenschaftler des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) haben in Ulm eine „Multienergietankstelle“ entwickelt, bei der überschüssiger, erneuerbarer Strom zur elektrolytischen Herstellung von Wasserstoff genutzt und – in einem zweiten Schritt - durch Zugabe von CO2 aus biogenen Quellen das Erdgassubstitut Methan synthetisiert wird.

H2 service station picture Wintershall
© ZSW/Daimler AG