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Expedition in die Erdgeschichte Spitzbergen ist der nördlichste besiedelte Ort der Erde.

Spitzbergen ist mit seinen Gesteinsformationen ein Mekka für Geologen. Es ist der nördlichste besiedelte Ort der Erde. Ein Wintershall-Team hat die Insel besucht, um Erkenntnisse für die Aktivitäten von Wintershall in der Barentssee zu gewinnen.

An Bord des Schiffes Stalbas fängt der Augusttag früh an. Die Wintershall-Experten bereiten sich auf den ersten Forschungsausflug einer zwölftägigen Exkursion vor. Für das Team ist es der zweite Besuch auf dem abgelegenen Archipel.

Svalbard ist ein Archipel, der im Norden des norwegischen Festlands und der Barentssee auf dem 78. Breitengrad liegt. Die größte Insel des Archipels ist Spitzbergen mit einer Größe von 61 022 Quadratkilometern.

 

Wir sind auf der Suche nach Formationen, die stratigrafische Strukturen offenbaren. Svalbard ist ein Mekka für Geologen.

Arild Kjeldstad
Deputy Head of Exploration und
 Teamleader Barents Sea

Wegen der vielfältigen Gesteinsformationen können wir hier entdecken, was unsere seismischen Messungen nicht erfassen“, weiß Arild Kjeldstad.

Wintershall Norge hält bereits fünf Lizenzen in der Barentssee. Bei drei Projekten ist Wintershall Betriebsführer, in zwei Lizenzen Partner. Vom Versorgungsschiff aus werden die Schlauchboote zu Wasser gelassen, um zum ersten Ziel des Tages zu gelangen.

Mit an Bord sind immer zwei Gewehre, die erfahrene Kollegen im Notfall nutzen, um sich vor Eisbärangriffen zu schützen.

Dieses Mal möchte das Barentssee-Team Formationen finden, die Aufschluss darüber geben, welche zukünftigen Projekte in der Barentssee interessant sein könnten.

Um die gewünschten Formationen zu sehen, gemeinsam mögliche Erkenntnisse zu diskutieren und Proben für das geplante Gesteinsarchiv zu sammeln, müssen die Teilnehmer ein hartes Programm absolvieren. Die Gruppe bricht früh auf, alle müssen körperlich fit sein und gut klettern können.

 

Feldarbeit bedeutet auch leiden und schwitzen. Um die besten geologischen Formationen zu sehen, müssen wir zuerst steile Aufstiege meistern.

Klaus Fischer
Senior Geophysical Advisor

Es ist so toll, die geologischen Strukturen tatsächlich in der Natur zu sehen. Man sieht die Größe und die Ausmaße der Formationen und versteht sofort, was eine Seismik alles nicht leisten kann.

Nadine Friese
Geologin

Ende August bleibt es auf Svalbard beinahe 24 Stunden hell, was dem Forscherdrang der Expeditionsgruppe sehr entgegenkommt.

Nach zwölf Tagen auf See, Stationen an neun verschieden Orten und den dort vorhandenen Formationen resümiert Arild Kjeldstad die wichtigsten Ergebnisse der Forschung im Feld.

„Bei der letzten Exkursion haben wir uns ganz auf die Formationen der Trias konzentriert. Diesmal wollten wir unser Wissensspektrum um die Erdzeitalter Jura und Perm erweitern. Außerdem haben wir uns auch weitere Trias- Formationen angeschaut. Dadurch ergibt sich ein vollständigeres Bild. Dieses Wissen wollen wir bei der Einschätzung zukünftiger Lizenzen gut nutzen.“

Mithilfe des reichen Probenmaterials soll ein digitales Gesteinsarchiv aufgebaut werden

Die Geologen setzen bei der Bestandsaufnahme und der Dokumentation der Funde auf eine Mischung von moderner Technik und traditioneller Probenentnahme.

Bereits vor Ort wurden Fotos gemacht, die jetzt im Büro weiter interpretiert werden. Dazu kommen extrem hochauflösende Fotos aus der Luft, die sich bis in kleinste Details skalieren lassen. Das hilft bereits bei der Vorbereitung der Exkursionen, aber auch später bei der Beurteilung von Gesteinsformationen von potenziellen Lagerstätten.

Zum Schluss kamen 140 Gesteinsproben mit einem Gesamtgewicht von 100 Kilogramm zusammen. Damit ist der Anfang für ein digitales Gesteinsarchiv beschlossene Sache, denn sowohl die Proben aus der Natur wie auch Luftaufnahmen, Panoramafotos und vorhandene seismische Daten werden zusammen bei allen künftigen Projekten in der Barentssee eine gute Quelle für die Bewertung von Potenzialen sein.

Und um das Archiv immer weiter aufzubauen, wird es in den kommenden Jahren bestimmt eine weitere Expedition in die Erdgeschichte geben. Das Team setzt darauf, dass die Eisbären dann wieder auf Entfernung bleiben.