
Wintershall in Libyen
Mitte Oktober hat Deutschlands größter Erdöl- und Erdgasproduzent, Wintershall die Ölproduktion in der libyschen Wüste wieder aufgenommen, die im Februar 2011 nach Beginn der Unruhen aus Sicherheitsgründen eingestellt wurde. Die Produktion wird nach und nach hochgefahren. Im ersten Schritt wurde eine Fördermenge von etwa 20.000 Barrel pro Tag erreicht. Die Anlagen sind unbeschadet; libysche Mitarbeiter der Wintershall hatten die Produktionsstätten in der Wüste betreut und kontinuierlich gewartet.
Vor den Unruhen hatte Wintershall rund 100.000 Barrel Öl pro Tag in Libyen gefördert. Die tägliche Produktionsmenge schwankt in Libyen als OPEC-Mitglied grundsätzlich, da die Ölproduktion unter OPEC-Restriktionen geführt wird . Wann die maximale Tagesförderung wieder erreicht wird, lässt sich zurzeit noch nicht verlässlich sagen. Sobald ausreichend Rohöl in den Tanklagern gesammelt worden ist, erfolgt der Transport per Tankschiff. Erst dann werden wieder wirtschaftliche Erträge erzielt – voraussichtlich gegen Ende des Jahres.Die Infrastruktur für den weiteren Transport des geförderten Öls an die Mittelmeerküste gilt als funktionsfähig. Einen besonderen Dank richtete der Wintershall-Vorstandsvorsitzende Rainer Seele an die Mitarbeiter in Libyen: "Wir in Deutschland können es uns schwer vorstellen, was es wirklich bedeutet hat, in den vergangenen Monaten hier zu leben und sich, wie Sie es getan haben, vor Ort für unser Unternehmen einzusetzen."
Neben der Produktion auf dem libyschen Festland, an der Gazprom mit 49 Prozent beteiligt ist, wird seit einigen Wochen zuvor bereits wieder auf der Offshore-Plattform Al Jurf im Mittelmeer Erdöl gefördert. An dem dortigen Block C 137 hält Wintershall (6,75%) neben der nationalen Ölgesellschaft Mabruk Oil (73% / Betriebsführer) sowie der französischen Total (20,25%) eine Beteiligung. Das Konsortium fördert dort in rund 90 Metern Wassertiefe seit 2003 Erdöl. Während der kriegerischen Auseinandersetzungen in Libyen war die Produktion zu Beginn des Jahres eingestellt worden. Die Entwicklung des Feldes Al Jurf besteht aus seiner Plattform mit 10 Produktionsbohrungen mit Anschluss an ein so genanntes FPSO (Floating Production Storage Offloading vessel) namens Farwah. Das FPSO hat eine Speicherkapazität von mehr als 900.000 Barrel.
Vor den Unruhen hatte Wintershall rund 100.000 Barrel Öl pro Tag in Libyen gefördert. Die tägliche Produktionsmenge schwankt in Libyen als OPEC-Mitglied grundsätzlich, da die Ölproduktion unter OPEC-Restriktionen geführt wird . Wann die maximale Tagesförderung wieder erreicht wird, lässt sich zurzeit noch nicht verlässlich sagen. Sobald ausreichend Rohöl in den Tanklagern gesammelt worden ist, erfolgt der Transport per Tankschiff. Erst dann werden wieder wirtschaftliche Erträge erzielt – voraussichtlich gegen Ende des Jahres.Die Infrastruktur für den weiteren Transport des geförderten Öls an die Mittelmeerküste gilt als funktionsfähig. Einen besonderen Dank richtete der Wintershall-Vorstandsvorsitzende Rainer Seele an die Mitarbeiter in Libyen: "Wir in Deutschland können es uns schwer vorstellen, was es wirklich bedeutet hat, in den vergangenen Monaten hier zu leben und sich, wie Sie es getan haben, vor Ort für unser Unternehmen einzusetzen."
Neben der Produktion auf dem libyschen Festland, an der Gazprom mit 49 Prozent beteiligt ist, wird seit einigen Wochen zuvor bereits wieder auf der Offshore-Plattform Al Jurf im Mittelmeer Erdöl gefördert. An dem dortigen Block C 137 hält Wintershall (6,75%) neben der nationalen Ölgesellschaft Mabruk Oil (73% / Betriebsführer) sowie der französischen Total (20,25%) eine Beteiligung. Das Konsortium fördert dort in rund 90 Metern Wassertiefe seit 2003 Erdöl. Während der kriegerischen Auseinandersetzungen in Libyen war die Produktion zu Beginn des Jahres eingestellt worden. Die Entwicklung des Feldes Al Jurf besteht aus seiner Plattform mit 10 Produktionsbohrungen mit Anschluss an ein so genanntes FPSO (Floating Production Storage Offloading vessel) namens Farwah. Das FPSO hat eine Speicherkapazität von mehr als 900.000 Barrel.
Bilder aus der Mediathek
Mit Investitionen von mehr als zwei Milliarden US-Dollar und über 150 abgeteuften Bohrungen ist die BASF-Tochter Wintershall einer der größten Ölproduzenten in Libyen. Bereits seit 1958 ist das Unternehmen dort in der Exploration und Produktion von Erdöl aktiv. Angesichts der politischen Lage hat Wintershall im Februar 2011 die Förderung in der Libyschen Wüste aus Sicherheitsgründen heruntergefahren und sicher eingeschlossen. Alle internationalen Mitarbeiter sind zur gleichen Zeit ausgeflogen worden. Im Land ge¬blieben sind rund 370 lokale Mitarbeiter, von denen auch die Produktionsstätten betreut und überwacht wurden .
Wintershall sieht sein Engagement in Libyen nach dem Machtwechsel nicht gefährdet. „Der Übergangsrat und die libysche NOC haben mehrfach bestätigt, dass sie die bestehenden Verträge respektieren wollen“, sagt Seele.
Wintershall sieht sein Engagement in Libyen nach dem Machtwechsel nicht gefährdet. „Der Übergangsrat und die libysche NOC haben mehrfach bestätigt, dass sie die bestehenden Verträge respektieren wollen“, sagt Seele.
Produktion aus acht Onshore-Feldern
In der Libyschen Wüste operiert Wintershall 1.000 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Tripolis in acht Onshore-Ölfeldern in den Konzessionen 96 und 97 und einem weiteren Explorationsgebiet im Südosten des Landes. Wintershall ist zudem an dem Offshore-Ölfeld Al Jurf (Block C 137) vor der Küste des Landes beteiligt.
Das größte von Wintershall geförderte Vorkommen ist das Ölfeld As Sarah nahe der Oase Jakhira. Dort wurde auch eine landesweit einzigartige Anlage errichtet, die Erdölbegleitgas aus den Feldern aufbereitet und die Produkte Gas und Kondensat zum Verkauf an die Küste liefert. Darüber hinaus hat die BASF-Tochter 2006 den Zuschlag für ein weiteres Explorationsgebiet im Südosten Libyens erhalten, das mehr als 11.000 Quadratkilometer umfasst.
Das größte von Wintershall geförderte Vorkommen ist das Ölfeld As Sarah nahe der Oase Jakhira. Dort wurde auch eine landesweit einzigartige Anlage errichtet, die Erdölbegleitgas aus den Feldern aufbereitet und die Produkte Gas und Kondensat zum Verkauf an die Küste liefert. Darüber hinaus hat die BASF-Tochter 2006 den Zuschlag für ein weiteres Explorationsgebiet im Südosten Libyens erhalten, das mehr als 11.000 Quadratkilometer umfasst.
















