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Termine
- 20.05.2012Kassel MarathonKassel, Deutschland
- 04.06.201225th World Gas Conference Kuala Lumpur
- 09.06.2012Documenta 13Kassel
OnshoreWie Fördertechniken Öl und Gas zu Tage bringen
Erdöl und Erdgas lagern in den Poren tiefer Gesteinsschichten, wo die beiden Rohstoffe wie in einem Schwamm gespeichert sind – es gibt also keinen unterirdischen „Ölsee“ oder "Gasblasen", aus dem man die Energielieferanten einfach absaugen könnte. Meist befinden sich die „Erdölfallen“ unter einer Kuppel aus undurchlässigem Gestein wie etwa Schiefer: Öl und Gas sind im Lauf von Millionen Jahren von ihrem Entstehungsort nach oben gewandert, bis ihnen diese „Antiklinalfalle“ in den Weg kam. Auch andere geologische Formationen können Öl und Gas festhalten – zum Beispiel Verwerfungen oder die Umgebung von Salzstöcken.
Öl und Gas unter hohem Druck
Öl und Gas stehen unter der Erde oft unter großem Druck, der pro zehn Meter Tiefe um ungefähr ein bar zunimmt – ist eine solche Lagerstätte mit Hilfe einer Bohrung „angezapft“ schießen die Rohstoffe meist von selbst aus dem Boden. Um ihren unkontrollierten Austritt zu vermeiden, installiert man über dem Bohrloch ein „Eruptionskreuz“ mit Ventilen und Druckmessern. So lange der Druck der Lagerstätte ausreicht, strömen Öl und Gas ohne weitere Hilfsmittel an die Erdoberfläche.
Wenn der Druck zu stark nachlässt, muss die Technik beim Aufstieg des Öls nachhelfen. Beim „Gasliftverfahren“ pumpt man Erdgas zurück ins Bohrloch – das verringert das Gewicht der Ölsäule im Bohrloch, so dass der wertvolle Rohstoff weiter nach oben steigen kann. Wenn auch das nicht mehr hilft, schlägt die Stunde der Tiefpumpen. Meist sind die unverwechselbaren „Pferdekopfpumpen“ für den Öltransport zuständig: Zwei- bis zwölfmal pro Minute schwenken sie auf und ab – und jedes Mal schiebt ein Kolben am Ende des Bohrlochs die Ölsäule schrittweise nach oben.

Um die Ausbeute einer Lagerstätte zu steigern, presst man oft Wasser in Löcher, die um das eigentliche Bohrloch verteilt sind. Durch den dabei entstehenden Druck wird das Öl zum Bohrloch getrieben. Man kann auch die Fließfähigkeit des zähen Öls verbessern – dazu dienen beispielsweise Tenside oder Wasserdampf, die in die Erde gepresst werden. Alle diese Maßnahmen haben das Ziel, der Lagerstätte möglichst viel Öl abzuringen. Trotz aller Anstrengungen lassen sich aber meist nur 30 Prozent des Rohstoffs wirtschaftlich fördern. Mit Hilfe modernster Technik und ständig verbesserter Erkundungsverfahren kann Wintershall diese Grenze heute überwinden. Etwa mit der Dampffluttechnik im niedersächsischen Emlichheim oder mit Hilfe des Biopolymers Schizophyllan.
Mehr Erdgas durch „Hydraulic Fracturing"
Bei manchen Erdgasfeldern – etwa in Norddeutschland, Argentinien oder Russland – ist das Gas (meist in sogenannte Tightgas Vorkommen) in sehr kleinen Poren im Gestein eingeschlossen, so dass es kaum von selbst fließen kann. Dadurch lässt sich ohne Hilfsmittel nur ein kleiner Bruchteil eines Vorkommens fördern. Mit dem Hydraulic Fracturing oder auch kurz „Fracking“ werden durch Wasserdruck in vorher definierten Stellen der festen Gesteinschichten millimeterdünne feine Risse erzeugt, die durch den beigemischten Sand (Proppants) abgestützt werden, um die Risse längerfristig offen zu halten. Somit kann das enthaltene Gas besser zur Bohrung strömen und gefördert werden. Das für das Frac-Verfahren eingesetzte Flüssigkeitsgemisch umfasst neben Wasser und Sand (zu 99%) auch in geringem Maße (rund 1%) sogenannte Additive.
Ob diese bereits seit mehreren Jahrzehnten erprobte Technik sich auch für mögliche unkonventionelle Erdgasvorkommen in Nordrhein-Westfalen (Schiefergas) anbietet, soll in den nächsten Jahren erst einmal in geologischen Voruntersuchungen ohne Frac-Technik und Tiefbohrungen herausgefunden werden.
Ob diese bereits seit mehreren Jahrzehnten erprobte Technik sich auch für mögliche unkonventionelle Erdgasvorkommen in Nordrhein-Westfalen (Schiefergas) anbietet, soll in den nächsten Jahren erst einmal in geologischen Voruntersuchungen ohne Frac-Technik und Tiefbohrungen herausgefunden werden.





















