Weltweit aktiv
Entdecken Sie die Welt der Exploration und Produktion von Wintershall.
Termine
- 20.05.2012Kassel MarathonKassel, Deutschland
- 04.06.201225th World Gas Conference Kuala Lumpur
- 09.06.2012Documenta 13Kassel
DatenerfassungMikroskop und Mikroprozessor als Werkzeug zur Datenerfassung
Die wichtigsten Informationen über die unterirdischen Gesteinsschichten liefert die Seismik. Bei der Vermessung von potenziellen Lagerstätten fallen riesige Datenmengen an, die nur noch mit Hilfe von Hochleistungscomputern analysiert werden können. Am Ende der Auswertung liefern sie Karten, die die Struktur des Untergrundes detailliert darstellen. Das von Wintershall entwickelte CCB-Verfahren (Common Contour Binning) verbessert die Analyse von seismischen Daten erheblich: CCB filtert Störungen aus den Signalen heraus und verstärkt alle Anzeichen, die auf Öl- und Gasvorkommen hinweisen. Wintershall nutzt das neue Verfahren, um die Ergebnisse von Explorationen zu verbessern und das Risiko von Probebohrungen zu verringern.

3D-Visualisierungsräume sind wichtige Hilfsmittel für die Wintershall-Experten.
Auch die beiden 3D-Visualisierungsräume in Kassel und Rijkswijk bei Den Haag sind wichtige Hilfsmittel für die Wintershall-Experten. Ausgestattet mit 3D-Brillen und drahtlosen Geräten für die Dateneingabe, können sie sich dort frei durch das Erdinnere „bewegen“ – natürlich rein virtuell und dank der hohen Rechenleistung ihrer Computer. So können die Geologen, Geophysiker, Petrophysiker und Ingenieure mögliche Öl- und Gasvorkommen identifizieren und ihre Erschließung planen.
Öl oder kein Öl – der Bohrkern liefert die Antwort
Trotz aller modernen Technik zu Lande und in der Luft: Ob unter der Erde tatsächlich Öl und Gas zu finden sind, kann nur eine „Aufschlussbohrung“ erweisen. So nennen Experten Erkundungs- beziehungsweise Explorationsbohrungen, die der Suche nach neuen Vorkommen dienen. Wichtige Erkenntnisse liefern den Geologen nicht nur die Gesteinsbröckchen, die mit der Bohrspülung nach oben geschwemmt werden – noch mehr Informationen steckt in den Bohrkernen, die mit speziellen „Kernbohrern“ aus dem Untergrund geholt werden. Dabei kann es sich um Abdeckgestein (etwa Steinsalz), Erdölmuttergestein (zum Beispiel Tonstein) oder das gesuchte Erdölträgergestein (beispielsweise Sandstein oder Kalkstein) handeln.

Aufschluss über die Zusammensetzung des Gesteins liefern Analysen des Bohrkerns.
Um sie unter dem Mikroskop untersuchen zu können, schneiden die Geologen hauchdünne Scheiben aus den Bohrkernen. Die „Dünnschliffe“ haben eine Dicke von 0,02 bis 0,03 Millimetern und zeigen die mineralische Zusammensetzung des Gesteins sowie seine Porosität und Durchlässigkeit. Zusätzliche Daten liefern Erweiterungsbohrungen – aus ihnen kann man auf die Geometrie der Lagerstätte und die Größe der öl- und gasführenden Gesteinsschichten schließen. Daraus berechnen die Experten schließlich die Größe der förderbaren Reserven.



















