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Weil wir uns der Verantwortung gegenüber Natur und Umwelt bewusst sind, handeln wir nicht nur ökonomisch klug, sondern sind auf Vorreiter unserer Branche.  Der Umwelt und dem Menschen zuliebe.

Heimische Förderung Sicherung der Energieversorgung beginnt vor der Haustür


Kohlenwasserstoffe werden auch in den nächsten Jahrzehnten ihren wichtigen Beitrag leisten – als Energieträger und Grundstoff der Industrie. Speziell Erdgas erfährt dabei als umweltfreundlicher und verlässlicher Partner der erneuerbaren Energien langfristig größere Bedeutung: Es ist sicher, preiswert, besonders klimafreundlich, flexibel einsetzbar, steht in ausreichender Menge zur Verfügung und genießt eine breite Akzeptanz. Nach der Energiewende wird Erdgas, so die Einschätzung vieler Experten, als Energieträger und als Partner der erneuerbaren Energien weiter an Bedeutung gewinnen. 

Für die sichere Energieversorgung Deutschlands leistet heimisches Erdgas nach wie vor einen wesentlichen Beitrag: 13 Prozent des nationalen Bedarfs werden in Deutschland selbst gefördert (Erdöl: rund drei Prozent). Das entspricht dem Jahresverbrauch von mehr als 6 Millionen Einfamilienhäusern. „Wir brauchen die heimische Förderung. Denn die Sicherung der Energieversorgung beginnt nun einmal vor unserer eigenen Haustür“, sagt Joachim Pünnel, Leiter der deutschen Wintershall-Aktivitäten. „Wintershall fördert in Deutschland seit mehr als 50 Jahren Erdöl und Erdgas – und wir können dies für mehrere Jahrzehnte auch weiterhin leisten.“ Von der Förderung vor Ort profitierten jedoch nicht nur die Verbraucher, sondern auch die Länder und Kommunen. „Für die Kommunen, in denen produziert wird, sind die Öl- und Gasunternehmen ein wichtiger Arbeitgeber und oft größter Gewerbesteuerzahler“, sagt Pünnel. Für die Bundesländer bedeuten die Förderabgaben jährlich Einnahmen von über 1 Mrd. Euro. 

Die Förderung in Deutschland wird schwieriger, technologisch anspruchsvoller und teurer. Sie setzt große technische Kompetenz und umsichtiges Handeln voraus. „Dieser Vorsprung an Technikkompetenz und der tägliche Umgang mit hohen Umweltstandards ist zugleich die Eintrittskarte für deutsche Öl- und Gasunternehmen in internationale Großprojekte“, so Pünnel. „Wir sehen auch künftig großes Potential bei der Steigerung des Entölungsgrades von Öl-Lagerstätten und bei der ebenfalls bereits langjährig erprobten Förderung von Erdgas aus dichteren „Tight Gas“-Lagerstätten.“

Wintershall: Aktivitäten in Deutschland

WEG Jahresbericht 2010 mit aktuellen Entwicklungen in der deutschen E&P-Industrie

Schizophyllan - mit Pilzen Erdöl fördern

Neue Tight Gas-Vorkommen in Niedersachsen


Derzeit wird mit einer im Januar 2012 gestarteten Bohrung ein neues Erdgasvorkommen bei Barnstorf (Landkreis Diepholz) näher erkundet. Wintershall erwartet dort in den Karbon-Schichten in einer Tiefe von über 4.000 Metern eine Tight Gas- Lagerstätte mit bis zu 40 Milliarden Kubikmetern Erdgas. „Für die Zukunft der heimischen Förderung hat die Bohrung eine hohe Bedeutung. Sollte sich das dort förderbare Potenzial von etwa 10 Milliarden Kubikmetern Erdgas bestätigen und produzieren lassen, könnten wir an unserem niedersächsischen Standort in Barnstorf für mehrere Jahrzehnte weiter Erdgas fördern“, erklärt Joachim Pünnel. Im Erfolgsfall könnte die gesamte Lagerstätte im Kreis Diepholz ab 2014/2015 weiterentwickelt werden.  Die Erdölwerke im niedersächsischen Barnstorf mit über 350 Mitarbeitern sind Zentrum der Wintershall Explorations- und Produktionsaktivitäten. Hier entsteht entscheidendes Know-how zu Bohr- und Fördertechniken – auch für den internationalen Einsatz.

Bei dem zu erschließenden Erdgasvorkommen handelt es sich um so genanntes Tight Gas, das in einer tief liegenden Gesteinsschicht aus dichtem Sandstein lagert und mit der Hydraulic-Fracturing-Methode gefördert werden kann. Dabei werden in den unterirdischen Lagerstätten feine Risse im Gestein erzeugt, damit das Erdgas leichter fließen kann. Wintershall produziert bereits seit mehr als 30 Jahren mit Hilfe dieser erprobten Technologie Tight Gas in Niedersachsen – wie auch in den Niederlanden, Russland und Argentinien – und verfügt über umfangreiche Erfahrung im Umgang mit dieser Fördermethode. Ein entsprechender Antrag an das Landesbergamt ist derzeit in Vorbereitung.


Weitere Informationen zum Thema: 
Wintershall erkundet heimisches Erdgasvorkommen bei Barnstorf

Informationsabend zum Bohrprojekt Düste Z10

Aufgrund der großen Nachfrage und um auch die Bürger erreichen zu können, die bei der ersten Veranstaltung im Januar verhindert waren, wiederholen wir unsere Informationsveranstaltung über das Bohrprojekt Düste Z10, zu der wir gerne einladen:

Gasthof Pfeffermühle in Barnstorf, Dienstag, 21. Februar 2012, um 19.00 Uhr

Joachim Pünnel, Leiter der deutschen Aktivitäten, und seine Mitarbeiter geben bei dem Informationsabend erneut einen umfangreichen Ausblick auf das Projekt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Alle Interessierten sind herzlich willkommen.

Erprobte Technik: Hydraulic Fracturing


„Hydraulic Fracturing ist der Schlüssel für die wirtschaftliche Förderung von Tight Gas-Reserven und wird zunehmend wichtiger bei der Erschließung von anspruchsvollen Lagerstätten“, erläutert Pünnel. Wichtig sei jedoch die Vereinbarkeit von Technologie und Ökologie bei der Anwendung der Frac-Technologie. Anders als bei der Förderung von so genanntem Shale Gas (Schiefergas) erfordert die seit Jahrzehnten angewandte Förderung von Tight Gas aus Sandstein-Schichten wie in Niedersachsen deutlich weniger Fracs und ist deutlich weniger aufwendig – da Sandstein von Natur aus poröser und durchlässiger ist als Schiefergestein. Wintershall arbeitet grundsätzlich mit hohen Umweltstandards und achtet im Rahmen einer Selbstverpflichtung auf ein Maximum an Umweltschutz und Transparenz. So verzichtet Wintershall in sensiblen Regionen wie Wasserschutzgebieten daher ganz auf Bohrungen und den Einsatz von Frac-Technologie. 

Wintershall prüft Schiefergas-Vorkommen in NRW


Deutschland verfügt zudem über wertvolle, weitere noch nicht erschlossene Gasvorkommen, vor allem in Form von Schiefergas, dem sogenannten Shale Gas. Die Quantifizierung der Ressourcen von Erdgas in solchen Lagerstätten steht noch am Anfang. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) untersucht derzeit im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums das heimische Gesamtpotenzial von Shale Gas. Auch Wintershall hat hier zunächst erheblichen Forschungsbedarf- und keine übertriebenen Erwartungen. Aber Wintershall will sorgfältig prüfen, welchen Beitrag diese einheimische Gasvorkommen für die Versorgungssicherheit in Deutschland auch künftig leisten können.

Für den wissenschaftlichen Erkundungsprozess hat Wintershall von der zuständigen Genehmigungsbehörde, der Bezirksregierung Arnsberg, die Erlaubnis zu geologischen Erkundungen in zwei Gebieten Nordrhein-Westfalens erteilt. Die Wintershall-Konzessionen "Rheinland" und "Ruhr" erstrecken sich über ein Areal von 3.900 km² und liegen zwischen der deutsch-niederländischen Grenze im Westen und dem Sauerland im Osten. „Innerhalb der nächsten drei Jahre wollen wir die Ressourcen und ihre Chancen vor Ort genau ermitteln. Unsere Aktivitäten sind dabei beschränkt auf geologische Vorerkundungen zur Bewertung des Ressourcenpotenzials möglicher unkonventioneller Lagerstätten in den genannten Gebieten“, so Pünnel. Tiefbohrungen und Frac-Aktivitäten sind in dieser Phase nicht vorgesehen.

Der Fokus liegt bei den wissenschaftlichen Untersuchungen auf Schieferhorizonten, die an ausgewählten Stellen bereits nah an der Oberfläche zu Tage treten und daher leicht geologisch untersucht werden können. „Wir müssen jetzt in Forschung investieren, um die Lage in Europa und Deutschland einschätzen und bewerten zu können“, erläutert Pünnel. Nur auf dieser Basis könne anschließend (frühestens 2013) die Entscheidung getroffen werden, ob eine Förderung von Schiefergas in Deutschland wirtschaftlich sinnvoll und ökologisch vertretbar ist. 


Weitere Informationen zum Thema:
Unterschiedliche Lagerstätten Tight Gas und Shale Gas

Geologische Vorerkundungen in NRW - keine Tiefbohrungen und Frac-Aktivitäten

Gespräche mit Experten zum Thema

Prof. Dr. Bernhard Cramer von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, beantwortet Fragen. 


Zum Interview
Interview der Rheinischen Post mit Joachim Pünnel, Leiter der Wintershall-Aktivitäten in Deutschland, zu den Aktivitäten in NRW.

Zum Interview

Wintershall-Standards zu Umwelt, Sicherheit und Transparenz

Wintershall als Deutschlands größter Erdöl- und Erdgasproduzent ist sich ihrer Verantwortung gegenüber Natur und Umwelt bewusst und arbeitet grundsätzlich mit höchsten Standards bei Sicherheit, Umweltschutz und Transparenz. So verzichtet Wintershall in sensiblen Regionen wie Wasserschutzgebieten ganz auf Bohrungen und den Einsatz von Frac-Technologie. Zudem beschränken wir unsere Bohrtätigkeiten auf wenig zentrale Bohrplätze, um möglichst wenig Flächen zu nutzen.

Als Betriebsführer bohren wir nicht in Trinkwasserschutzgebieten und setzen auch keine Frac-Technik in Trinkwasserschutzgebieten ein. Wir fracken auch nicht in unmittelbarer Nähe von alten Kohle- oder anderen Bergbaustollen. Unser eingesetztes Flüssigkeitsgemisch bei der Hydraulic Fracturing-Technik überschreitet nicht die aktuell geltende Wassergefährdungsklasse 1 (= schwach wassergefährdend). Wintershall unterstützt seine Zulieferer dabei, umweltverträglichere Frac-Flüssigkeiten zu entwickeln. Zudem wendet Wintershall Frac-Technologie bei Bohrungen nur an, nachdem die Bohrung einen Drucktest erfolgreich bestanden hat. Und wir überprüfen regelmäßig die Unversehrtheit der integrierten Verrohrung unserer Bohrung. Für alle auf der Bohranlage eingesetzten Unternehmen gelten zudem die von uns aufgestellten Sicherheitsstandards.

Weitere Informationen 
zum Thema Umwelt und Verantwortung

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