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South StreamEnergie für Europa

Die Wintershall hat mit dem russischen Erdgasproduzenten OAO Gazprom eine Beteiligung von 15 Prozent an der Projektgesellschaft zur Entwicklung des Offshore-Teils der South Stream vereinbart. Die 940 Kilometer langen Pipelines sollen durch das Schwarze Meer verlaufen und die EU-Mitgliedsstaaten in Südosteuropa direkt mit Russland verbinden. Die Verträge wurden im Beisein des russischen Premierminister Wladimir Putin von Alexej Miller, Vorstandsvorsitzender der OAO Gazprom, dem BASF-Vorstandsmitglied Dr. Harald Schwager und dem Wintershall-Vorstandsvorsitzenden Dr. Rainer Seele auf dem Investmentforum in Sotschi unterzeichnet. Die Gesellschaft South Stream Transport AG wird den Offshore-Projektabschnitt der South Stream durch das Schwarze Meer entwickeln, bauen und betreiben. Neben Gazprom (50%) und Wintershall (15%), beteiligen sich die italienische ENI (20%). und die französische EdF (15%) an dieser Gesellschaft.

"Gemeinsam mit Gazprom und weiteren europäischen Partnern zeigen wir bereits mit der Ostseepipeline Nord Stream, wie wir die Versorgungssicherheit für Gas in Europa erhöhen können. Nun stärken wir gemeinsam die Versorgungssicherheit der südöstlichen EU-Mitgliedsstaaten, in denen Gazprom und Wintershall bereits seit Jahren gemeinsam im Erdgashandel aktiv sind", erklärte Dr. Harald Schwager in Sotschi.
"Im globalen Wettlauf mit den Ländern Asiens um Rohstoffe sichert uns der Bau der South Stream, wie auch der Nord Stream, den Zugriff auf die Energieressourcen, die für unsere Wirtschaft lebensnotwendig sind. Mit der Produktion in Sibirien und der Beteiligung an der Transportinfrastruktur trägt Wintershall direkt zu einer sicheren Energieversorgung Europas bei",  betonte Dr. Rainer Seele bei der Vertragsunterzeichnung.

Mit dem Projekt South Stream soll ab frühestens 2015 eine neue Transportmöglichkeit für russisches Erdgas geschaffen werden, die der Belieferung von Kunden in Südost- und Südeuropa dient. Das Gesamtprojekt "South Stream" besteht aus drei Komponenten: Ausbau der Transportkapazitäten in Russland zum Schwarzen Meer, Bau von vier parallel verlaufenden Erdgasleitungen durch das schwarze Meer mit einer geplanten Gesamtkapazität von 63 Milliarden Kubikmeter pro Jahr, sowie dem Weiterbau der Pipeline onshore nach Süd- und Mitteleuropa.

Die Zusammenarbeit der Wintershall als größtem deutschen Erdöl- und Erdgasförderer mit dem weltgrößten Erdgasproduzenten Gazprom reicht heute von der Exploration und Produktion von Erdgas in Westsibirien über den Bau der Nord Stream-Pipeline bis zum Verkauf des Erdgases in Deutschland und Europa über die gemeinsamen Erdgashandelsgesellschaften WIEH, WIEE und WINGAS. Die WIEE, gegründet 1993, versorgt Kunden in Rumänien und Bulgarien mit Erdgas und entwickelt auch die Infrastruktur in den süd-ost-europäischen Märkten weiter.

Rückversicherung für Europa

Im Interview: Rainer Seele
Standpunkt: Wintershall setzt verstärkt auf die Kooperation mit dem russischen Erdgasproduzenten Gazprom. Nachdem erst Mitte März eine Absichtserklärung über den Ausbau der gemeinsamen Erdgasförderung in Sibirien unterzeichnet worden ist, will sich Wintershall mit 15 Prozent an der South Stream-Pipeline durch das Schwarze Meer  beteiligen. Ein Gespräch mit Vorstandsvorsitzenden Rainer Seele über das europäische Erdgasleitungsnetz, Versorgungssicherheit und die Absicherung des  Wirtschaftsaufschwunges in Südosteuropa.

Weitere Informationen zum Thema

A brand of BASF - The Chemical Company