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Für Kälteeinbruch gerüstet Trotz winterlicher Temperaturen läuft Produktion in Sibirien auf Hochtouren / Lagerstätte bleibt von Temperatur- und Druckverhältnissen unberührt / WINGAS versorgt Kunden zuverlässig weiter
02.02.2012
Es ist kalt in Deutschland. Und die nächsten Nächte sollen hierzulande die kältesten des Jahres werden. Minus 17 Grad werden erwartet. Aber es geht noch deutlich kälter: In Novy Urengoi nähern sich die Temperaturen bereits der 30 Grad-Grenze. Schnee und Eis haben das Land fest im Griff. Doch davon lassen sich Mitarbeiter der Wintershall nicht schrecken. In Sibirien fördern sie nahe des Polarkreises Erdgas. Die Produktion läuft derzeit auf Hochtouren.
„Alle Produktionsbohrungen sind im vollen Betrieb. Wir wollen so viel Erdgas wie möglich liefern, damit die Menschen in Russland und Europa die Kältewelle gut überstehen. Schließlich soll keiner frieren“, erklärt Mario Mehren, Vorstand der Wintershall für Russland. Wintershall fördert über Gemeinschaftsunternehmen mit Gazprom aus zwei großen Lagerstätten in Sibirien Erdgas. Für die Erdgasproduktion selbst spielen die derzeit kalten Temperaturen keine Rolle: In der Lagerstätte in einer Tiefe von rund 3.800 Meter sind die Temperatur- und Druckverhältnisse völlig unabhängig von der Situation über der Erde. Auch bei minus 50 Grad, die hier durchaus erreicht werden können, kann Erdgas gefördert werden.
In der blauen Produktionshalle der Förderanlage UKPG-31, die in der weißen Schneewüste der sibirischen Tundra für farbliche Abwechslung sorgt, strömt das Erdgas an die Oberfläche. „Tatsächlich kommt kein reines Gas aus dem Boden, sondern ein Gemisch, das zu 47 Prozent aus Kondensat und zu 53 Prozent aus Gas besteht“, erklärt der stellvertretende Betriebsleiter Dean Kadajew. Um die Bestandteile voneinander zu trennen, wird das Gemisch mehrfach gekühlt und wieder aufgewärmt. Zudem werden die 108 bar, mit denen das Gas aus dem Boden drängt, auf etwa 55 bar reduziert.
Nach der Trennung fließt das Kondensat per Fernleitung zu einer Raffinerie – und das Gas in Richtung Westen. 5000 Kilometer sind es von hier bis nach Deutschland, knapp eine Woche braucht das Gas bis es über die Jamal-Pipeline in Mallnow bei Frankfurt/Oder oder in Greifswald an der Ostseeküste über die Nord Stream ankommt. Gemeinsam mit Gazprom sowie weiteren europäischen Partnern betreibt Wintershall auch die neue Erdgas-Pipeline durch die Ostsee.
Doch der Wintereinbruch hat gerade in Russland für einen deutlichen Anstieg des Erdgasverbrauches gesorgt. Um alle russischen Kunden mit Erdgas versorgen zu können, musste Gazprom seine Inlandslieferung steigern. Die vorgenommenen Kürzungen der Erdgastransporte von Russland nach Europa wurden von Gazprom angekündigt und im Vorfeld abgesprochen. Das deutsch-russische Gemeinschaftsunternehmen WINGAS (50,02 % Wintershall, 49,98 % Gazprom) ist daher weiter in der Lage, seine Kunden zuverlässig mit Erdgas zu versorgen. Mit dem Erdgasspeicher im norddeutschen Rehden verfügen Wintershall und Gazprom gemeinsam über den größten Erdgasspeicher Westeuropas. Mit seinem Arbeitsgasvolumen von über 4 Milliarden Kubikmetern umfasst er rund ein Fünftel der insgesamt in Deutschland verfügbaren Lagerkapazität. Allein mit dieser Menge können 2 Millionen Einfamilienhäuser ein Jahr lang versorgt werden. Zudem importiert WINGAS Erdgas über unterschiedliche Transportrouten und von verschiedenen Produzenten und Herkunftsländern. Ergänzend zu Lieferungen aus Russland, die knapp 50% der Gesamtbezugsmenge ausmachen, bezieht das Joint Venture Erdgas von Produzenten aus Westeuropa, hier insbesondere Erdgas aus der Nordsee sowie aus den kurzfristigen Handelsmärkten.
„Alle Produktionsbohrungen sind im vollen Betrieb. Wir wollen so viel Erdgas wie möglich liefern, damit die Menschen in Russland und Europa die Kältewelle gut überstehen. Schließlich soll keiner frieren“, erklärt Mario Mehren, Vorstand der Wintershall für Russland. Wintershall fördert über Gemeinschaftsunternehmen mit Gazprom aus zwei großen Lagerstätten in Sibirien Erdgas. Für die Erdgasproduktion selbst spielen die derzeit kalten Temperaturen keine Rolle: In der Lagerstätte in einer Tiefe von rund 3.800 Meter sind die Temperatur- und Druckverhältnisse völlig unabhängig von der Situation über der Erde. Auch bei minus 50 Grad, die hier durchaus erreicht werden können, kann Erdgas gefördert werden.
In der blauen Produktionshalle der Förderanlage UKPG-31, die in der weißen Schneewüste der sibirischen Tundra für farbliche Abwechslung sorgt, strömt das Erdgas an die Oberfläche. „Tatsächlich kommt kein reines Gas aus dem Boden, sondern ein Gemisch, das zu 47 Prozent aus Kondensat und zu 53 Prozent aus Gas besteht“, erklärt der stellvertretende Betriebsleiter Dean Kadajew. Um die Bestandteile voneinander zu trennen, wird das Gemisch mehrfach gekühlt und wieder aufgewärmt. Zudem werden die 108 bar, mit denen das Gas aus dem Boden drängt, auf etwa 55 bar reduziert.
Nach der Trennung fließt das Kondensat per Fernleitung zu einer Raffinerie – und das Gas in Richtung Westen. 5000 Kilometer sind es von hier bis nach Deutschland, knapp eine Woche braucht das Gas bis es über die Jamal-Pipeline in Mallnow bei Frankfurt/Oder oder in Greifswald an der Ostseeküste über die Nord Stream ankommt. Gemeinsam mit Gazprom sowie weiteren europäischen Partnern betreibt Wintershall auch die neue Erdgas-Pipeline durch die Ostsee.
Doch der Wintereinbruch hat gerade in Russland für einen deutlichen Anstieg des Erdgasverbrauches gesorgt. Um alle russischen Kunden mit Erdgas versorgen zu können, musste Gazprom seine Inlandslieferung steigern. Die vorgenommenen Kürzungen der Erdgastransporte von Russland nach Europa wurden von Gazprom angekündigt und im Vorfeld abgesprochen. Das deutsch-russische Gemeinschaftsunternehmen WINGAS (50,02 % Wintershall, 49,98 % Gazprom) ist daher weiter in der Lage, seine Kunden zuverlässig mit Erdgas zu versorgen. Mit dem Erdgasspeicher im norddeutschen Rehden verfügen Wintershall und Gazprom gemeinsam über den größten Erdgasspeicher Westeuropas. Mit seinem Arbeitsgasvolumen von über 4 Milliarden Kubikmetern umfasst er rund ein Fünftel der insgesamt in Deutschland verfügbaren Lagerkapazität. Allein mit dieser Menge können 2 Millionen Einfamilienhäuser ein Jahr lang versorgt werden. Zudem importiert WINGAS Erdgas über unterschiedliche Transportrouten und von verschiedenen Produzenten und Herkunftsländern. Ergänzend zu Lieferungen aus Russland, die knapp 50% der Gesamtbezugsmenge ausmachen, bezieht das Joint Venture Erdgas von Produzenten aus Westeuropa, hier insbesondere Erdgas aus der Nordsee sowie aus den kurzfristigen Handelsmärkten.



















