Neue Bohrung im Entenschnabel

Die A6-A ist die einzige Gasförderplattform in der Nordsee. Sie steht auf 6 Pfeilern, die in 150 Metern Tiefe fest auf dem Meeresboden verankert sind.
Neben der einzigen deutschen Gasförderplattform A6-A in der Nordsee wird gebohrt: Ein deutsch-niederländisches Team hofft, 900 Millionen Kubikmeter Erdgas zu entdecken.
Sie liegt mitten in der Nordsee und ist so weit weg vom Schuss, dass sich selbst Möwen nur selten hierher verirren: Die Rede ist von der Förderplattform A6-A, die rund 300 Kilometer vor der deutsch-niederländischen Küste steht. Im November wurde es im sogenannten "Entenschnabel“ ziemlich hektisch. Neben der A6-A hatte die Bohrplattform „Noble George Sauvageau“ im 48 Meter tiefen Wasser festgemacht, um mit der Bohrung A6 neue Gasvorkommen zu erschließen.
Zwei mögliche Lagerstätten hatte das 60-köpfige Team dabei im Visier: der Explorationsbohrung rund 900 Millionen Kubikmetern Erdgas zu finden.“ Und wenn die Hoffnung trügt? Dann ziehen die Männer ihre Explorationsbohrung ein Stück weit zurück, verfüllen diesen Teil der Bohrung und arbeiten sich stattdessen zum zentralen Block voran. Dort werden rund 430 Millionen Kubikmeter Gas erwartet. Aus dieser Lagerstätte könnte direkt Gas gefördert werden, weil sie bereits bekannt ist. „Eine solche Verzweigung – in diesem Fall 2600 Meter unter dem Meeresboden – ist nicht ungewöhnlich“, so Busch. „Damit konzentrieren wir uns zuerst auf die potenziell größere Lagerstätte, um bei einem Misserfolg auf das Reservoir auszuweichen, in dem Erdgas schon nachgewiesen ist.“
Bis zum Ende des Frühjahres müssen die Männer mit ihrer Bohrung fertig sein, denn dann kommen die seltenen Schweinswale mit ihren Jungen. Sie könnten durch den Lärm gestört werden. Theoretisch kein Problem: Ist schon der erste Versuch erfolgreich, lassen sich die Arbeiten nach etwa 70 Tagen abschließen – andernfalls kommen weitere 40 Tage hinzu. Von den gesamten Kosten in Höhe von 28 (erste Bohrung erfolgreich) beziehungsweise 34 Millionen Euro (Ablenkbohrung ist nötig), entfällt rund die Hälfte auf Wintershall als Betriebsführer des A6/B4-Konsortiums. Den Rest bringen die anderen Anteilseigner ExxonMobil Production Deutschland (EM PG), RWE -Dea und EWE auf.
Dank der neuen Bohrung A6-A6 kann die Förderplattform mindestens zwei weitere Jahre profitabel arbeiten. „Wenn das neue Feld unsere Erwartungen erfüllt, können wir bereits 2012 rund 200 Millionen Kubikmeter Erdgas zusätzlich fördern“, rechnet Busch vor. „Das ist eine deutliche Steigerung, denn derzeit fördern wir aus den fünf vorhandenen Bohrlöchern zusammen 268 Millionen Kubikmeter pro Jahr.“ Später kommen noch die Mengen aus dem zentralen Block hinzu – der soll nämlich auf jeden Fall erschlossen werden.
Sie liegt mitten in der Nordsee und ist so weit weg vom Schuss, dass sich selbst Möwen nur selten hierher verirren: Die Rede ist von der Förderplattform A6-A, die rund 300 Kilometer vor der deutsch-niederländischen Küste steht. Im November wurde es im sogenannten "Entenschnabel“ ziemlich hektisch. Neben der A6-A hatte die Bohrplattform „Noble George Sauvageau“ im 48 Meter tiefen Wasser festgemacht, um mit der Bohrung A6 neue Gasvorkommen zu erschließen.
Zwei mögliche Lagerstätten hatte das 60-köpfige Team dabei im Visier: der Explorationsbohrung rund 900 Millionen Kubikmetern Erdgas zu finden.“ Und wenn die Hoffnung trügt? Dann ziehen die Männer ihre Explorationsbohrung ein Stück weit zurück, verfüllen diesen Teil der Bohrung und arbeiten sich stattdessen zum zentralen Block voran. Dort werden rund 430 Millionen Kubikmeter Gas erwartet. Aus dieser Lagerstätte könnte direkt Gas gefördert werden, weil sie bereits bekannt ist. „Eine solche Verzweigung – in diesem Fall 2600 Meter unter dem Meeresboden – ist nicht ungewöhnlich“, so Busch. „Damit konzentrieren wir uns zuerst auf die potenziell größere Lagerstätte, um bei einem Misserfolg auf das Reservoir auszuweichen, in dem Erdgas schon nachgewiesen ist.“
Bis zum Ende des Frühjahres müssen die Männer mit ihrer Bohrung fertig sein, denn dann kommen die seltenen Schweinswale mit ihren Jungen. Sie könnten durch den Lärm gestört werden. Theoretisch kein Problem: Ist schon der erste Versuch erfolgreich, lassen sich die Arbeiten nach etwa 70 Tagen abschließen – andernfalls kommen weitere 40 Tage hinzu. Von den gesamten Kosten in Höhe von 28 (erste Bohrung erfolgreich) beziehungsweise 34 Millionen Euro (Ablenkbohrung ist nötig), entfällt rund die Hälfte auf Wintershall als Betriebsführer des A6/B4-Konsortiums. Den Rest bringen die anderen Anteilseigner ExxonMobil Production Deutschland (EM PG), RWE -Dea und EWE auf.
Dank der neuen Bohrung A6-A6 kann die Förderplattform mindestens zwei weitere Jahre profitabel arbeiten. „Wenn das neue Feld unsere Erwartungen erfüllt, können wir bereits 2012 rund 200 Millionen Kubikmeter Erdgas zusätzlich fördern“, rechnet Busch vor. „Das ist eine deutliche Steigerung, denn derzeit fördern wir aus den fünf vorhandenen Bohrlöchern zusammen 268 Millionen Kubikmeter pro Jahr.“ Später kommen noch die Mengen aus dem zentralen Block hinzu – der soll nämlich auf jeden Fall erschlossen werden.
















