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Öl und Ihr Alltag

Wussten Sie, wie viel Öl in Ihrem Alltag steckt?
Etwa ein Sechstel des in Deutschland verbrauchten Erdöls wird allein in der chemischen Industrie benötigt. Derzeit werden jährlich gut 18 Millionen Tonnen Erdöl zu synthetischen Stoffen verarbeitet.


Unsichtbar, aber immer vorhanden

Erdgas wird vor allem zum Heizen und zur Stromerzeugung eingesetzt – aufgrund der geringeren CO2-Emissionen gegenüber anderen Energieträgern mit steigender Tendenz. Aber auch als Rohstoff für die chemische Industrie wird Erdgas immer wichtiger. Das in der Regel aus Rohbenzin gewonnene Propylen beispielsweise lässt sich – durch neuartige Dehydrierungstechnologie – auch aus dem Gas Propan gewinnen. Für die Zukunft bieten sich hier vielversprechende Alternativen.

Erdöl ist noch immer der wichtigste Rohstoff der Industrienationen. Eine Welt ohne diesen Rohstoff ist nicht vorstellbar: Er kann Wärme erzeugen und Maschinen zum Laufen bringen. Er ist Treibstoff für Fahrzeuge und Flugzeuge. Bestandteile des Rohöls werden für die Herstellung von fast allen chemischen Erzeugnissen verwendet, z.B. von Kunststoffen, Waschmitteln, Lacken aber auch Arzneimitteln. Fast 14 Milliarden Liter Erdöl verbraucht die Welt jeden Tag.

Klimafreundliches Fossil

Unter allen fossilen Energieträgern hat Erdgas die beste Klimabilanz. So werden bei der Verbrennung von Erdgas 25 Prozent weniger Treibhausgase freigesetzt als bei Öl und 30 bis 35 Prozent weniger als bei Kohle. Erdgas enthält keine Aromaten und wesentlich weniger Schwefel. Zudem ist es praktisch staubfrei.

Die verstärkte Verwendung von Erdgas anstelle anderer fossiler Träger hat in den vergangenen Jahrzehnten einen ganz erheblichen Beitrag zur Reduktion der CO2-Emissionen geleistet.

Wintershall & Öl in Deutschland

Deutschland ist die Wiege der Wintershall und stellt die traditionelle Basis ihrer Betriebstätigkeit dar. Der Anteil des hierzulande geförderten Erdöls im Vergleich zum deutschen Gesamtverbrauch ist heutzutage zwar vergleichsweise gering – die heimische Gesamt-Produktion von rund 3 Millionen Tonnen deckt lediglich drei Prozent des hiesigen Bedarfs – dennoch unterstützt jede Förderung vor der ’eigenen Haustür’ die Versorgungssicherheit.

Und die heimische Förderung bietet einen Wettbewerbsvorteil: Gegenüber Standorten im Ausland ist die Produktion in Deutschland technologisch anspruchsvoller und oft nur mit erheblichem Mehraufwand und Spezialtechniken möglich. Das steigert die technische Kompetenz der heimischeb Unternehmen und das hierzulande gewonnene Know-how fließt auch in internationale Projekte mit ein – und macht Wintershall zu einem begehrten Partner.

Wintershall versorgt sich in Deutschland
mit eigenem Strom

Bei der Erdölförderung in Norddeutschland geht Wintershall neue Wege: Gas, das bislang nicht wirtschaftlich genutzt werden konnte, wird nun dank technischer Umrüstung künftig zur Strom- und Dampferzeugung verwendet. Ein Blockheizkraftwerk und zwei Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen bilden das Rückgrat der Stromproduktion, mit der Wintershall nun sämtliche Betriebe in Deutschland autark mit Strom versorgen kann. Das spart 5 Prozent der jährlichen Betriebskosten.



Die entstehende Abwärme von über 500 Grad Celsius, die bei der Verbrennung von Gas zur Stromproduktion in der Anlage entsteht und bei herkömmlichen Anlagen über den Schornstein verloren geht, nutzen wir im niedersächsischen Emlichheim zur Erzeugung von mehr als 100.000 Tonnen Wasserdampf im Jahr für Ölförderung mit dem Dampfflutverfahren. Damit wird Energie doppelt genutzt und der Strombezug deutlich reduziert. Die dadurch eingesparten CO2 Emissionen entsprechen rund 25 Prozent des Gesamtausstoßes der deutschen Förderbetriebe der Wintershall - ein Gewinn für die Umwelt.

Erdölquellen: Halb voll oder halbleer?

Wo für andere die Ölquellen halbleer sind, sind sie für Wintershall noch halbvoll: Deswegen entwickelt der größte deutsche Erdöl- und Erdgasproduzent seine Innovationen bei der Enhanced Oilrecovery (EOR) ständig weiter. So fördert das Unternehmen seit mehr als 60 Jahren Erdöl in Emlichheim aus einer der ältesten Lagerstätten Deutschlands. Seit 25 Jahren dabei mit der natürlichen Dampffluttechnik, die es möglich macht, selbst festsitzendes Öl aus den Vorkommen zu lösen. So wird das Fördervolumen seit Jahrzehnten kontinuierlich auf höchstem Niveau gehalten. In Kombination mit den Horizontalbohrverfahren soll dort in den nächsten Jahren die Produktion weiter gesteigert werden.

Im Weltdurchschnitt werden Ölfelder nur zu rund einem Drittel ausgefördert; der Rest des Öls bleibt in den Gesteinsporen sitzen. Unser Ziel: den Entölungsgrad einer Lagerstätte auf bis zu 50 Prozent zu steigern. Wenn man bedenkt, dass mit dieser Technik die Lebensdauer größerer internationaler Lagerstätten ebenfalls verlängert werden kann, steckt hier noch viel Potenzial. Eine weltweite Steigerung des Entölungsgrades um ein einziges Prozent erhöht der Reservenreichweite der Welt um ein Jahr!

Öl, Gas und die Erneuerbaren – passt das?

Auf dem Weg in die erneuerbare Energiezukunft ist die Basis vorhanden: Erdöl und Erdgas.



Öl & Gas und die Erneuerbaren – passt das zusammen?
Ja! Die Zukunft der Energieversorgung liegt in den Erneuerbaren Energien. Auf dem Weg ins Grüne brauchen diese aber einen verlässlichen Begleiter. Neben dem Erdöl als Grundlage ist das in besonderem Maße Erdgas.  Als größter deutscher Erdgas- und Erdölproduzent engagieren wir uns über die gesamte Wertschöpfungskette. Von der Förderung an der Quelle über den Transport bis zum Verbraucher in Europa.

Die Zukunft liegt in der Pipeline

Unsichtbare Sicherheitsnetze: Das rund 2.700 Kilometer lange Leitungsnetz der Wintershall-Transport-Tochtergesellschaften GASCADE Gastransport GmbH und OPAL NEL TRANSPORT verbindet die großen Gasreserven Sibiriens und die Erdgasquellen in der Nordsee mit den wachsenden Absatzmärkten in Westeuropa. Es ist somit mit den größten Erdgasvorkommen der Welt verbunden und transportiert jährlich viele Milliarden Kubikmeter Erdgas – und das nahezu unsichtbar. Denn die Rohre aus Spezialstahl, die mit dem Kunststoff Polyethylen (PE) ummantelt sind, liegen - geschützt vor Witterungs- und sonstigen schädlichen Einflüssen - in mindestens einem Meter Tiefe. 



Auf dem Meeresboden der Ostsee verläuft die Nord Stream, die Europas auf über 1.200 Kilometern Länge mit den großen Erdgasreserven Sibiriens verbindet. Sie wird mit ihren zwei Strängen jährlich 55 Milliarden Kubikmeter liefern. Allein die Energie aus einem Pipeline-Strang reicht aus, um die bestehenden 17 deutschen Atommeiler zu ersetzen. Versorgungssicherheit mit der Partnerenergie der Erneuerbaren für die südosteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten soll ab frühestens 2015 die South Stream-Pipeline bieten, die zum großen Teil auf dem Boden des Schwarzen Meers verlaufen soll. 

Erdgas ermöglicht mehr Wettbewerb

Erdgas ermöglicht intelligente und flexible Netze, unterstützt den Einsatz Erneuerbarer Energien und stärkt die Position der regionalen Versorger. Kurz: Es fördert eine dezentrale Energieversorgung. Erdgas kann damit den deutschen und europäischen Strommarkt beleben und gemeinsam mit den Stadtwerken durch konzernunabhängige Stromproduktion neue, ungekannte Wettbewerbsimpulse setzen – die Voraussetzung für sichere und bezahlbare Energie für Wirtschaft und Verbraucher.


Erdgastransport mit Köpfchen

In der Erdgasverdichterstation Mallnow (bei Frankfurt/Oder) der WINGAS wird die Abgasabwärme von drei bestehenden Gasturbinen zum Betrieb einer neuen Dampfturbine genutzt. So wird teure Antriebsenergie gespart, modernste Technologie genutzt, die spezifischen CO2-Emissionen reduziert. Ein Kanal von rund vier Metern Durchmesser leitet die Abgase der Gasturbinen zu einem Abhitzekessel. Dort wird der Dampf produziert, der die neue Turbine antreibt. Anschließend wird der genutzte Dampf in einem geschlossenen Kreislauf gekühlt und wieder verflüssigt. Das Wasser wird bei der erneuten Dampferzeugung wieder eingesetzt und befindet sich damit in einem geschlossener Kreislauf. Die Dampfturbine hat eine Leistung von bis zu 20 Megawatt. 

Die Verdichteranlage in Mallnow zählt zu den wichtigsten Importstationen Westeuropas für Erdgas. Hier kommt ein großer Teil der russischen Erdgaslieferungen an. Auf dem Weg zum Endkunden legt das Erdgas mehrere tausend Kilometer zurück und verliert dabei an Druck, der in Verdichterstationen wieder erhöht wird. 

Ohne Öl wird es nicht Erneuerbar

Der Basis-Rohstoff für regenerative Energieerzeugung: Bis ins Jahr 2035 wird weiterhin die Hälfte des weltweiten Energiebedarfs durch Rohstoffe wie Erdöl und Erdgas gedeckt. Unser gefördertes Erdöl ist nicht nur Kraftstoff und Wärmequelle. Es fördert gleichzeitig die Zukunft. Denn Erdöl ist der Basis-Rohstoff zur Herstellung wichtiger Bauteile für die regenerative Energieerzeugung, etwa bei Solarkraftanlagen. Beim Bau von Wasserkraft- oder Pumpspeicherwerken kommt eines der ältesten Dichtungsmaterialien auf Erdölbasis zum Einsatz: Bitumen.

Die Verdichterstationen

Erdgas benötigt ein bestimmtes Druckniveau, um in ausreichender Menge und Geschwindigkeit durch die erdverlegten Rohre zum Kunden strömen zu können. Während seines Transports durch die Rohre verliert das Erdgas jedoch Druck, hervorgerufen durch die innere Reibung der Gasmoleküle im Gasstrom und zusätzlich durch die äußere Reibung des Gasstromes an den Innenwänden der Rohre. Dieser Verlust zwischen Eingangs- und Ausgangsdruck muss in den Erdgasverdichtern als Antriebsenergie dem Erdgas wieder zugeführt werden.

Mit den Verdichtern wird der Druck des Erdgases etwa alle 200 Kilometer wieder auf ein Niveau von rund 95 bis 100 bar angehoben. Zum Vergleich: Ein Autoreifen hat einen Luftdruck von zwei Bar.



Und wie funktioniert das?

Dazu werden Turboverdichter eingesetzt: mehrere rotierende Laufräder, die in einem schweren Stahlgehäuse auf einer Welle hintereinander angeordnet sind. Sie drehen sich mit einer Geschwindigkeit zwischen 3.850 und 10.900 Umdrehungen pro Minute. Dadurch erreichen die Moleküle des einströmenden Gases eine hohe Geschwindigkeit, werden in Strömungskanälen nach außen geschleudert und damit dichter zusammengepresst, was den Gasdruck erhöht.

Pipeline-Verlegung auf hoher See

Das italienische Verlegeschiff "Castoro Sei" ist eines der neuesten und modernsten hochseefähigen Verlegeschiffe der Welt. Alle Arbeitsvorgänge sind hier so effizient wie möglich zusammen gefasst. Die Videoanimation zeigt eindrucksvoll, wie viele Schritte notwendig sind, damit eine neue Erdöl- oder Erdgas-Pipeline wie die Nord Stream am Meeresgrund sicher verlegt werden kann.




© Copyright Saipem Ltd. / Eni

Energie mit Hilfe
der Natur: Biogas

Das WINGAS-Ökogasportfolio wird durch das Angebot von Bio-Erdgas ergänzt. Die Wintershall-Tochter WINGAS arbeitet mit Landwirten zusammen, die das Unternehmen mit langfristig kontrahierten Biogasmengen beliefern. Durch die Beimischung von Biogas kann Erdgas seine hervorragenden CO2-Werte weiter verbessern.

Darüber hinaus unterstützt WINGAS ihre Stadtwerkekunden vor allem durch den Kauf und den Handel mit Bio-Erdgas. Die energetische Nutzung von Biomasse ist ein wichtiger Bestandteil der zukünftigen Energieversorgung und gewinnt weiter an Bedeutung. Bis 2020 sollen nach den Zielen der Bundesregierung jährlich sechs Milliarden Kubikmeter Biogas in das deutsche Erdgasnetz eingespeist werden.

Umweltbewusst unterwegs

Die Gesellschaft von morgen ist und bleibt hochmobil: Erdgas kann schnell helfen, den Verkehrssektor unabhängiger vom Erdöl zu machen. Denn diese Technologie ist schon jetzt serienreif.

Mit Erdgas betriebene Fahrzeuge lohnen sich heutzutage jedoch finanziell erst einmal eher für die öffentliche Hand und gewerbliche Kunden. Für Otto-Normalfahrer wird die Erdgastechnologie wegen höherer Anschaffungskosten erst ab einer bestimmten Fahrleistung interessant. Dennoch, die wenigsten wissen, dass Erdgas der preiswerteste Kraftstoff ist.

Energie-Speicher mit Zukunft

Von Erdöl zu Erdwärme

Flexible Gaskraftwerke

Die stark schwankende Einspeisung der Erneuerbaren Energien verlangt Komplementärtechniken, die schnell und flexibel auf den jeweiligen Bedarf reagieren können. Hier sind erdgasbasierte Anlagen den konventionellen Grundlastkraftwerken deutlich überlegen. Kombinierte Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerke zählen zu den effizientesten konventionellen Kraftwerken. Verbunden mit einer Kraft-Wärme-Kopplung erzielen sie Wirkungsgrade von 90 Prozent.

Die Verwendung von Erdgas für die Stromproduktion in Europa ist in den vergangenen zehn Jahren bereits von 100 auf 150 Mrd. Kubikmeter Gas gestiegen. Und die aktuelle Greenpeace-Studie „Erdgas: die Brücke ins regenerative Zeitalter“ fordert, diese Verwendung konsequent weiter auszubauen. Ebenso hat Erdgas wichtiges Potenzial im Bereich Mobilität und Verkehr. Im Wärmemarkt bietet Erdgas heute schon die effizientesten Lösungen. Insbesondere durch die Kopplung von Brennwertkesseln mit Solartechnik und durch dezentrale Energieversorgung wie mit Mikro-Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen.

Ökogas mit neutraler CO2-Bilanz

Die Wintershall-Tochter WINGAS bietet seit Oktober 2010 CO2-neutrales Erdgas an, sogenanntes Ökogas. Damit können Kunden Treibhausgas-Emissionen, die bei der Verbrennung von Erdgas entstehen, vollständig ausgleichen. Kompensiert werden die Emissionen durch CO2-Einsparungen bei Klimaschutzprojekten. Die Auswahl der Projekte orientiert sich an strengen international geltenden Qualitätsvorgaben wie dem Gold Standard, der auch von Umweltorganisationen wie dem WWF unterstützt wird. Die Zertifikate, die von unabhängigen Instanzen wie dem UN-Klimasekretariat in Bonn anerkannt und geprüft sind, werden von WINGAS gekauft und anschließend vom Markt genommen und gelöscht.

Die emissionsmindernden Prozesse werden regelmäßig und lückenlos von anerkannten Organisationen wie dem deutschen TÜV überwacht. Das Unternehmen unterstützt neben ausgesuchten Erdwärme- und Windprojekten, die regenerative Energie erzeugen, auch neue Technologieanwendungen zur Vermeidung von Emissionen.

Öl- und Gasförderung vor der Haustür

Auch die Offshoreförderung von Öl- und Gas hat Perspektive - dank der modernen Erkundungsmethoden der 3D-Seismik und exakterer Computersimulationen der Lagerstätten. Für die zukünftige Energieversorgung Europas übernimmt Norwegen (neben Russland) aufgrund der großen Öl- und Gasvorkommen und der bestehenden Anbindung an die westeuropäischen Märkte eine entscheidende Rolle.



Wintershall ist an einigen der größten Ölfunde in Norwegen der letzten Jahre beteiligt. Und der Kontinentalsockel hat noch erhebliches Potenzial, das Wintershall erschließen will. Aber auch in der niederländischen, dänischen und britischen Nordsee sind wir aktiv und haben neue Öl- und Gasvorkommen entdeckt. Etwa 50 Prozent des in Europa verbrauchten Erdgases stammen aus diesen Nordseeanrainerstaaten.

Können Plattformen recycled werden?

Ja, sie können. Wintershall hat bereits mehrfach Plattformen für einen neuen Einsatz komplett umgebaut und modernisiert. Zusätzlich zum Umweltnutzen wurde Zeit und Kosten eingespart, da ein Großteil des Materials wiederverwendet wurde.

Sparen mit Emissionen,
aber nicht am Umweltschutz

Wintershall stellt sich ihrer Verantwortung für den globalen Umweltschutz. So trägt das Unternehmen durch den Einsatz modernster Technologien und neuer und verbesserter Methoden zur Energieeffizienzsteigerung und der Einsparungvon Emissionen bei der Öl- und Gasförderung bei.


Durch das Abfackeln von Erdölbegleitgas werden weltweit nicht nur wertvolle Energieressourcen vernichtet, sondern auch große Mengen an Treibhausgasen in der Atmosphäre emittiert. Wintershall hat sich verpflichtet, ab 2012 kein Erdölbegleitgas mehr im Routinebetrieb abzufackeln. Damit setzen wir Zeichen und übertreffen internationale Standards.

Windkraft bietet Optionen
– Erdgas sichert ab

In der Nordsee könnten bis 2030 Offshore-Windkraftanlagen mit einer Leistung bis zu 135 Gigawatt installiert werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die in einem internationalen Projekt unter der Federführung des Niederländischen Energieforschungszentrums (ECN) mit Beteiligung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) erstellt wurde. Die Studie gibt auch Empfehlungen, wie die Windkraft in der Nordsee optimal ausgebaut und mit den anderen Nutzungen der Nordsee in Einklang gebracht werden kann.


Erdöl verleiht Flügel

Eine Windkraftanlage besteht zu zirka 45 Prozent aus Erdöl und Produkten der petrochemischen Industrie. So entält zum Beispiel ein Flügel der Windturbine – der bei großen Windrädern 30 bis 50 Meter lang sein kann – bis zu 12.000 Kilogramm petrochemische Erzeugnisse. Und ohne geeignete Schmierstoffe würden die Flügel stillstehen. 500 bis 600 Liter hochwertigen Schmieröls benötigt eine Windkraftanlage, um in Bewegung zu bleiben.

Wie sieht die Förderung von Erdöl
und Erdgas in der Zukunft aus?

Eine zukunftsfähige Innovation der Wintershall ist die Zentrale für Remote Controlled Operations (RCO) in Den Helder: Das dortige Funküberwachungssystem kontrolliert seit 2007 von Den Helder aus den Förderbetrieb von bereits 20 der 27 Offshore-Plattformen, die Wintershall als Betriebsführer im Bereich der südlichen Nordsee betreibt. Damit wurde die wirtschaftliche Förderung der niederländischen Offshore-Reserven auch in Zukunft sichergestellt.

Neben deutlichen Einsparungen unter anderem bei der Materialbeschaffung, der Instandhaltung, der Arbeitsvorbereitung, der Personaleinsatzplanung und der Logistik konnte auch die Anzahl der Flüge zu den betreffenden Plattformen verringert werden, was zudem einen weiteren Beitrag zur Sicherheit der Mitarbeiter bedeutet.
A brand of BASF - The Chemical Company