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Wintershall und RWE unterstützen Behandlung schwerverletzter Kriegsopfer aus Libyen

Dr. Rainer Seele im Gespräch mit den libyschen Mitarbeitern
(30.11.2011) Wintershall und RWE unterstützen im Rahmen der Soforthilfe für Libyen die dringend benötigte, medizinische Versorgung von Schwerverletzten. Die Unternehmen ermöglichen die Behandlung von 50 Patienten, die in ihrer Heimat nicht ausreichend versorgt werden können. Sie sollen zur Operation und Rehabilitation nach Deutschland ausgeflogen werden. Die ersten fünf Patienten sind jetzt in Deutschland eingetroffen. „Die Zeit drängt und verlangt nach kurzfristigen, pragmatischen Taten. Die Ärzte in Libyen leisten Übermenschliches. Doch Ihnen fehlt die technische Ausstattung“, erklärt Dr. Rainer Seele, Vorstandsvorsitzender der Wintershall. „Hier müssen wir schnell und unkompliziert handeln.“„Als großes Unternehmen haben wir die Verantwortung, den Menschen in humanitären Notsituationen zu helfen“, so RWE-Vorstandsvorsitzender Dr. Jürgen Großmann, „im Schulterschluss mit der Ärzteorganisation interplast haben wir eine unbürokratische und wirkungsvolle Hilfsaktion starten können.“ Den Anstoß für die Hilfsaktion hatte Bundeskanzler a.D. Gerhard Schröder, der auch Ehrenvorsitzender des Nah- und Mittelostvereins ist, nach einem Gespräch mit dem libyschen Botschafter in Deutschland Aly Masednah Idris El-Kothany gegeben.

Für die Auswahl, den Transport und die Behandlung der Schwerverletzten konnte die gemeinnützige Ärzteorganisation interplast e.V. (Sektion Eschweiler) als Partner gewonnen werden. Grundlage für die Auswahl der libyschen Patienten sind humanitäre Gesichtspunkte. Interplast arbeitet hierbei eng mit der almeda GmbH zusammen. Der libysche Übergangsrat hat einen Gesundheitsplan für Verletzte der libyschen Revolution aufgelegt und almeda mit der Organisation des Transports von Verletzten nach Deutschland und der Koordination der medizinischen Versorgung in Deutschland beauftragt. Die Verletzten werden im St. Antonius Hospital Eschweiler behandelt. Die Eschweiler Ärzte haben langjährige Erfahrungen in der Versorgung Kriegsverletzter und bereits mehrfach mit interplast zusammengearbeitet. Im St. Antonius Hospital sind zudem zwei libysche Ärzte tätig, die ihren Landsleuten auch als Dolmetscher zur Seite stehen.

„Wintershall ist seit mehr als 50 Jahren in Libyen aktiv und dem Land sehr verbunden“, betont Seele. Mit der Aufnahme von Patienten können wir jetzt nach dem Ende der Kämpfe ein engagiertes und für uns selbstverständliches Zeichen setzen.“ Bereits die deutsche Bundesregierung hat nach dem Besuch des deutschen Wirtschaftsministers Philipp Röslers in Tripolis Libyer zur Behandlung ausgeflogen. „Doch bei der hohen Anzahl von Schwerstverletzten war das nur ein erster Schritt“, ergänzt Grossmann. „Wichtig ist es, jetzt nicht nachzulassen in den Bemühungen, den Libyern zu helfen. Damit möglichst viele Menschen adäquat behandelt werden könnten.“

Wintershall hat in den vergangenen Monaten bereits den Roten Halbmond, das Rote Kreuz sowie die international größte unabhängige Kinderhilfsorganisation „Save the Children“ bei der Entsendung von Hilfslieferungen unterstützt. Neben finanzieller Unterstützung wurden Container mit mehr als vier Tonnen Medikamenten wie Antibiotika und Schmerzmittel, chirurgischen Instrumenten für Operationen sowie sterile Ausrüstung, von Wintershall gespendet. Mit ihnen können mehr als 20.000 Menschen für drei Monate medizinisch versorgt werden. Die Lieferungen wurden nach Vorgaben der Internationalen Weltgesundheitsorganisation für den Einsatz bei Katastrophen und Notsituationen zusammengestellt.
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