Die erprobte Fördermethode Hydraulic Fracturing
In den Medien ist bei der Diskussion über unkonventionelle Gasförderung oft von „Fracking“ – kurz für "Hydraulic Fracturing" – die Rede. Diese Technik ist grundsätzlich nicht neu und immer weiter verfeinert worden: Über eine Million Bohrungen sind mit diesem Verfahren in den vergangenen sechs Jahrzehnten weltweit durchgeführt worden.
Zum Einsatz kommt das Frac-Verfahren nicht nur bei der Förderung von Gas und Öl, sondern auch bei Wasserbohrungen und in der Geothermie. Seit 40 Jahren wird die Technik auch in anderen Ländern mit sehr hohen Umweltstandards genutzt, wie etwa in Norwegen.
Zum Einsatz kommt das Frac-Verfahren nicht nur bei der Förderung von Gas und Öl, sondern auch bei Wasserbohrungen und in der Geothermie. Seit 40 Jahren wird die Technik auch in anderen Ländern mit sehr hohen Umweltstandards genutzt, wie etwa in Norwegen.
Die Grundidee dahinter: Es werden durch Wasserdruck an vordefinierten Stellen gezielt kleine millimeterdünne künstliche Risse im unterirdischen Gestein erzeugt. Daher die Bezeichung „Hydraulic Fracturing“, übersetzt etwa: „Rissbildung durch Wasserdruck“. Anschließend werden die Risse mit Sand oder anderen Stützmitteln (sogenannten Proppants) gefüllt, um sie längerfristig offen zu halten und durchlässige Kanäle zu schaffen, durch die das enthaltene Gas besser zur Bohrung fließen und gefördert werden kann.

Das für das Frac-Verfahren eingesetzte Flüssigkeitsgemisch besteht nahezu vollständig aus Wasser und Sand (ca. 99 %). In geringem Maße sind sogenannte Additive beigemischt. Diese chemischen Zusatzstoffe stellen u. a. sicher, dass sich der Quarzsand mit dem Wasser vermischt, die gezielt erzeugten Fließkanäle genügend lange offen bleiben und keine schädlichen Mikroorganismen in die Lagerstätte gelangen. Die konkrete Zusammensetzung des Gemisches ist von den jeweiligen Eigenschaften der Lagerstätte abhängig. Viele der verwendeten Zusatzstoffe sind auch Bestandteile von Alltagsprodukten wie etwa Verdickungsmitteln von Speisen, Waschmitteln, Kosmetika oder Seifen. Die Konzentration dieser Additive in der Frac-Flüssigkeit ist aber so gering, dass die Frac-Flüssigkeit als Ganzes gemäß Chemikalienrecht nicht kennzeichnungspflichtig ist und der geringen Wassergefährdungsklasse (WGK) 1 entspricht.
Dennoch: Je weniger und je umweltfreundlichere Additive zum Einsatz kommen, desto besser. Daher unterstützt Wintershall die Entwicklung umweltfreundlicher Frac-Flüssigkeiten mit einer noch geringeren Anzahl chemischer Komponenten.
Dennoch: Je weniger und je umweltfreundlichere Additive zum Einsatz kommen, desto besser. Daher unterstützt Wintershall die Entwicklung umweltfreundlicher Frac-Flüssigkeiten mit einer noch geringeren Anzahl chemischer Komponenten.
Schutz von Umwelt und Trinkwasser

Zwischen der Schicht, in der Gas gefördert wird, und dem nutzbaren Grundwasser befinden sich viele hundert, meist sogar mehrere tausend Meter mächtige Gesteinsschichten, so genanntes Deckgebirge. Dieses undurchlässige Deckgestein dient als natürliche Abdichtung, so dass weder Gas noch Frac-Flüssigkeit, die bei der Förderung zurückbleibt, ins Grundwasser aufsteigen können. Der überwiegende Teil der Frac-Flüssigkeit wird zurückgefördert und dann fachgerecht entsorgt bzw. gereinigt. Ein gewisser Anteil bleibt jedoch in der Gesteinsschicht zurück. Wie viel das ist, hängt von der geologischen Beschaffenheit der Lagerstätte ab. Genauer: von der Permeabilität der jeweiligen Gesteinsschicht.
Die Bohrung selbst erfolgt mit einem abgedichteten Verbundsystem aus Stahlrohren. Der Zwischenraum zwischen Stahlrohren und Gebirge wird mit Zement ausgefüllt, vor Inbetriebnahme auf Dichtheit getestet und laufend überwacht. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass weder während noch nach der Bohrung Frac-Flüssigkeit in trinkwasserführende Schichten gelangt.
Es gibt Berichte, dass es in den USA bei der Förderung von Shale Gas zu Verunreinigungen des Trinkwassers gekommen sei. Diese Vorwürfe sind sehr ernst zu nehmen und müssen grundsätzlich untersucht werden. Die Untersuchungen laufen bereits.
In Deutschland ist allerdings kein einziger Fall bekannt, in dem es beim Einsatz von Frac-Technik durch eine Undichtigkeit des Deckgebirges oder des Zementschutzes zu einer Verunreinigung von Grundwasser gekommen wäre. Nicht zu letzt auch auf Grund unserer höheren Umweltstandards.
Die Bohrung selbst erfolgt mit einem abgedichteten Verbundsystem aus Stahlrohren. Der Zwischenraum zwischen Stahlrohren und Gebirge wird mit Zement ausgefüllt, vor Inbetriebnahme auf Dichtheit getestet und laufend überwacht. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass weder während noch nach der Bohrung Frac-Flüssigkeit in trinkwasserführende Schichten gelangt.
Es gibt Berichte, dass es in den USA bei der Förderung von Shale Gas zu Verunreinigungen des Trinkwassers gekommen sei. Diese Vorwürfe sind sehr ernst zu nehmen und müssen grundsätzlich untersucht werden. Die Untersuchungen laufen bereits.
In Deutschland ist allerdings kein einziger Fall bekannt, in dem es beim Einsatz von Frac-Technik durch eine Undichtigkeit des Deckgebirges oder des Zementschutzes zu einer Verunreinigung von Grundwasser gekommen wäre. Nicht zu letzt auch auf Grund unserer höheren Umweltstandards.
















